Susi und ich wurden aus der Zentrale in Greven angefordert um neue eActros in Wörth abzuholen. Nach einem dezenten Hinweis unserer Chefin viel ihnen dann auch wieder ein das sie uns ja vor einem halben Jahr verkauft haben und eben nicht mehr über uns frei verfügen können
Am Donnerstag morgen sind wir also mit einem polnischen Kollegen im Schlepp im gemieteten Hybrid Passat 680km nach Landau gedüst. Die Karre schnell wieder bei Sixt abgegeben und mit Taxi ins Hotel. Um 19 Uhr begann die "Abendveranstaltung" beim nahegelegenen Italiener, alles was auf der Karte verfügbar war durfte bestellt werden. So macht arbeiten auch Spaß
Freitag morgen um 7 Uhr dann Abfahrt nach Wörth, um 8 Uhr ging die Fahrerschulung los, eins zwei Kleinigkeiten waren tatsächlich auch für mich schon wieder neu. Natürlich gab's dann auch Frühstück und danach noch ein wenig Schulung.
Danach ging es zur Werksführung, diesmal ins Hauptwerk zu Actros, Arocs, Atego, Antos, alles mit A jedenfalls.
Als erstes Fahrerhausschweißerei, wo aus keine Ahnung von wie vielen Blechteilen und glaube über 3000 Schweißpunkten von jede Menge Robotern die Hütten zusammen gebraten wurden. 10 Stunden dauert es wohl insgesamt bis eins fertig ist, ca. 450 werden am Tag gebaut. Alle Fahrerhäuser außer Antos werden vor Ort gebaut, Antos wird aus der Türkei zugeliefert.
Dann wurden uns auch die ca. 10 Teile gezeigt die im Werk selbst hergestellt werden, ALLES andere wird zugeliefert, ab 2027 übrigens nur noch elektrisch.
Dann ging es weiter zum Montagehauptband, wo niemals zwei gleiche Lkw hintereinander montiert werden. Mann kann es sich kaum vorstellen wie das funktioniert, Actros, eActros, A.. 2,3,4 Achser , alles immer durcheinander, einfach Wahnsinn.
Uns wurden soviele Zahlen und Daten um die Ohren gehauen, kann man sich unmöglich merken. Chinesische Schulklassen schreiben sich das übrigens mit, wurde uns erzählt.
Das Band bewegt sich jedenfalls ganz langsam nur wenige Zentimeter pro Minute, man muss ganz genau hinschauen um Bewegung zu erkennen.
Die Rahmen für die 3 und 4 Achser kommen zum Beispiel verkehrt herum aus der Lackierung und werden mit einem Gehänge aus Ketten gedreht, was gleich wieder einen Lackschaden verursacht, der sofort wieder ausgebessert werden muss, geht aber wohl nicht anders.
Der Rollenprüfstand am Ende der Produktion ist jedenfalls gleich mit Generatoren gekoppelt, die 450000 kWh Strom ins Werksnetz einspeisen.
War alles total interessant.
Danach gab's Mittagessen, dann die Übergabe und dann konnten wir um 15.30 Uhr endlich los. Nach einer Übernachtung in Eisenach sind wir dann am Samstag Vormittag wieder in Rangsdorf gewesen.




Bei den jetzt gelieferten Fahrzeugen war übrigens alles verbaut was Susi und ich beim letzten Mal bemängelt hatten.
Lederlenkrad, Glasschiebedach, Powersteckdose und Radio mit super Soundanlage und Subwoofer hinter dem Fahrersitz




Fahrer gibt's übrigens noch keine für die 3 Neuen, die Fiege hat wieder mal vergessen daß sie keine eigenen Fahrer mehr hat...
Grüße Micha

















