Rost im hinteren Radkasten...

alles zum Thema Karosseriearbeiten, Blecharbeiten, Lackierarbeiten,...

Moderator: christian@nivatechnik.de

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Ralf aus BS
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Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von Ralf aus BS »

Hallo, Nivagemeinde...(is ja Reformationstach heute .,. )

Zur Vorgeschichte...bin seit einem Monat an sich begeisterter NIva-Besitzer. Suchte ein Auto für Wald(Holzerei) und Flur(steigendes Offroad-Interesse) und wurde beim örtlichen (nicht Fähnchen) Händler mit einem 2003er 1.7 4x4 mit 39" km auf der Uhr fündig.Fand äusserlich Rostblasen an Radläufen vorn und hinten, auch an der Frontmaske (Schweissnähte/Übergänge Kotflügel) sowie am Übergang Kotflügel/A-Säule.In Anbetracht des Kaufpreises (1650 €) mit Tüv bis Februar und ein bißchen technischer Fertigkeit dachte ich:"Das wird schon pl,, ).

Ein Freund riet, da es ein Re-Import ohne Innenkotflügel dringenst zur F-Behandlung und vorheriger Schadensaufnahme.
Ich also los, Innenraum entfernen. Unter der Teermatte im Kofferraum bzw. auf dem Tankschutzblech fiel mir Flugrost auf.....hmmm.. wo kommt der denn Her...naja, zum Konservieren besser alles raus und dann sah ich die Bescherung...Radkästen innen hatten mal Unterbodenschutz bekommen, so das es von aussen als Nicht-Nivakenner nicht gleich ins Auge fiel...Das Verstärkungsblech auf der Radseite hatte ja diese schönen Löcher und der Unterbodenschutz machte die möglichen Abläufe zu:
Rostnetz erster Kajüte!

Dann fing ich zärtlich an mit Nylonscheibe...nicht mehr so Zärtlich mit Drahtbürste und schließlich mit Fächerscheibe, die die Erfahrung brachte das ein demontierter Handschutz an der Flex in Verbindung mit fehlender PSA bei mangelder Praxis auf der Aussenhand schmutzige Wunden verusacht...


Bild



ist das normal .,,. ?
Spaß beseite...hatte jemand eine ähnliche Problematik?

da er nicht unbedingt hübsch werden soll und ausserdem noch Radhausschalen bekommt frage ich mich, wie man da am besten vorgeht?

Würde halt gerne auch die hintere Gurtbefestigung( dieser Bereich sieht bisher nicht so schlimm aus) behalten, zwecks Familienausflug der matschigen Art .,.

Radkasten Innen beidseitig kaufen und "Rep.Bleche" großzügig ausschneiden?

oder bis auf´s "Gesunde" entfernen und Flicken aufsetzen?

Oder aber Verstärkungsblech nachbauen, Schweisspunktfräser ansetzen und neues dran?


Meine Fähigkeiten dahin gehen gegen null, lerne aber gerne und ein Freund bot nach seiner Restauration an seinem Holzerauto (gefühlt mehrere m² Blech) mehrere großzügig seine Hilfe an.

Habe wegen der Stabilität etwas Bammel das Federlager (welches im Hohlraum nur etwas Flugrost hat )innen abzutrennen. Wollte ihn nicht gleich schlachten sondern erstmal etwas fahren.

Ansonsten bin ich vom Niva, ob seiner Einfachheit und noch weiter zu erforschenden Geländegängigkeit, einfach begeistert.

Das Lächeln ging nur kurz beim Aufinden dieser Baustelle aus dem Gesicht.

Gibt´s jemand in BS und Umland der mir, wenn´s mal soweit ist, seine Erfahrungen und auch einen akustischen Vergleich zwecks möglicher Schadenssuche im Antriebsstrang
zur Verfügung stellen kann?

Dank im Vorraus und ein schönes WE!!!
"Juri" 2003 er Grauimport mit Horn Seilwindenstoßstange,
"Erstlada", liebstes Holzhol- und Offroadübungsmobil.
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Sebastian / endurofant
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von Sebastian / endurofant »

Viele ältere Nivas haben das selbe Problem und es ist auch schon mehrfach hier im Forum beschrieben worden was man da macht und wie man hätte vorbeugen können.
Was ich auf den Bildern sehe ist nicht mal sehr dramatisch. Alles was dünn gerostet ist weg und ein ordentliches Blech einpassen. Die Verstärkung (umgedrehtes U) im Radkasten kann entfallen wenn das eingesetzte Blech dick genug ist.
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Ralf aus BS
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von Ralf aus BS »

uuuu Danke...muss dann wohl genauer suchen pl,,
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Sebastian / endurofant
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von Sebastian / endurofant »

nicht mehr aktiv, aber jederzeit zu erreichen unter:

sebastian@niva-stammtisch.de
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Ralf aus BS
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von Ralf aus BS »

Perfekt! Danke!
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lumpi
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von lumpi »

Guten Abend Gemeinde,

ich hänge mich mal hier mit dran, da ich für diese Sache nicht extra ein neues Thema aufmachen möchte. Angesprochen wurde das Problem ja schon öfter, wie ich in der SuFu feststellen konnte.
Ich möchte euch um eure Meinung bitten.
Kurz zur Vorgeschichte:
Ab Kauf war mir bekannt, dass es irgendein Problem mit der Elektrik der Anhängerkupplung gibt. Jegliche Blinkerei kommt nicht am Anhänger an und der Niva signalisiert durch hektisches Blinken, dass am Anhänger die Lampe defekt ist, was sie tatsächlich aber nicht ist. Um der Sache auf den Grund zu gehen habe ich sämtliche Verkleidungen im Heckbereich entfernt und dabei, am sonst für Niva-Verhätnisse recht rostarmen Lada eine Stelle gefunden, die mir die Sorgenfalten auf die Stirn treibt.
Bereits bei der Demontage habe ich Feuchtigkeit gefunden. Deren Quelle war mit der unteren Verschraubung der hinteren Sicherheitsgurte auch schnell entdeckt. Als ich den Akkuschrauber mit dem Drahtigel ansetzte, um den oberflächlichen Rost zu entfernen, versank der plötzlich recht tief im Blech :shock:
Ich habe dann die noch intakte Blechhaut obendrauf entfernt und das darunter liegende Aufgeblühte raus gepuhlt, anschließend geigelt und in Rostwandler getränkt. Durchgerostet ist augenscheinlich (noch) nichts. Auch auf mittelkräftigen Druck des Schraubenziehers hat noch nichts nachgegeben. Von außen ist kein Rost zu sehen.
Ergebnis: (entschuldigt bitte die Qualität ... es war bereits dunkel)
DSC_0629.JPG
DSC_0629.JPG (247.8 KiB) 2729 mal betrachtet
Meine Frage an euch: Ist das noch zu retten, ohne das karosserietechnisch größer aufzuziehen (Schweißen etc.?)
Kann man Rost in dieser Dimension überhaupt mit Entfernen, Rostwandler und dick Lack überhaupt noch stoppen? Mir fehlt da echt die Erfahrung. Ich habe an meine bisherigen Fahrzeugen immer sehr viel selbst gemacht. Aber mit Rost hatte ich dabei nie zu kämpfen :roll:

Ich bedanke mich (wieder) bereits vorab...

Gruß,
lumpi
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

Fahr mal zum V-Jens! Jens Müller, Autohaus Mergner in Mißlareuth.
Der sagt Dir genau, was Sinn macht. Denn es werden noch mehr Lada-Spezifische Stellen zu finden sein und es ist wichtig, richtig herum anzufangen.
Das wird schon omm
Gruß christian@nivatechnik.de

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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von lumpi »

Moin Christian!

Danke für deine Antwort.
Ich lese ja schon länger im Forum mit und da ist mir der V-Jens natürlich ein Begriff (inkl. der, beinahe schon legendären Fettpartys im Vogtland)
Ich werde deinem Rat folgen und mich und meinen Lada bei Gelegenheit dort vorstellen. So wie ich in den letzten 2 Tagen sehen musste, habe ich doch einige Baustellen.

Heute habe ich bei der AHK-Elektrik-Geschichte die Teppiche im Fußraum von Fahrer und Beifahrer angehoben und fand ein Feuchtbiotop der feinsten Sorte :( (Die Gummistopfen im BF-Fußram fehlen komplett > 2 große Löcher zum Straße gucken)
Weiterhin ist das VA-Diff, das VTG und das Getriebe undicht (Öl an der Unterseite, jedoch keine Flecken auf dem Stellplatz). Ob ich mich darüber freuen sollte, dass HA-Diff scheinbar dicht ist? Oder heißt das nur, dass dort gar kein Öl mehr drin ist? ö.,
Aber viel schlimmer ist, dass die obere Schraube des Kupplungsnehmerzylinders haltlos im Getriebe steckt, mehr oder weniger durch die Rückholfeder geklemmt. Da hatte wohl mal jemand zu viel Kraft ioi.

Kann ich die orginale M8x35 hier als erste Maßnahme problemlos durch eine M8x40 ersetzen oder ragt die dann schon zu weit ins Getriebe?

Gruß,
lumpi
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

lumpi hat geschrieben:problemlos durch eine M8x40 ersetzen
Ja
Gruß christian@nivatechnik.de

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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von lumpi »

christian@lada-ig.de hat geschrieben:
lumpi hat geschrieben:problemlos durch eine M8x40 ersetzen
Ja
Bedankt!
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powdersnow
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von powdersnow »

lumpi hat geschrieben:Kann man Rost in dieser Dimension überhaupt mit Entfernen, Rostwandler und dick Lack überhaupt noch stoppen?
So wie das am Bild scheint: NEIN
Der Rostumwandler kann nur bedingt in den tiefen Rost eindringen, die Herde werden sicher nicht alles neutralisiert werden. Der dickste Lack bringt nichts, der Rost ist stärker und arbeitet sich durch. Dicker Lack hat nur den Effekt daß wenn man den Rost wieder erblickt darunter schon alles rundum morsch ist.

Wenn du weiterhin mit Verkleidungen fahren wirst würde ich den Rostumwandler sorgfältig abspülen und dann mit FF (das ganz flüssige einlassen. Das einige Tage wirken lassen und dann mit MS oder Seilfett verschließen. Verkleidung drüber und der Rost ist zumindest bestmöglich ausgebremst.
Diese Stelle auch von unten (Holhraum) mit FF nachbehandeln und wenn nötig mit Fett nachsorgen.


Gruß Jakob
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lumpi
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von lumpi »

powdersnow hat geschrieben:
lumpi hat geschrieben:Kann man Rost in dieser Dimension überhaupt mit Entfernen, Rostwandler und dick Lack überhaupt noch stoppen?
So wie das am Bild scheint: NEIN
Der Rostumwandler kann nur bedingt in den tiefen Rost eindringen, die Herde werden sicher nicht alles neutralisiert werden. Der dickste Lack bringt nichts, der Rost ist stärker und arbeitet sich durch. Dicker Lack hat nur den Effekt daß wenn man den Rost wieder erblickt darunter schon alles rundum morsch ist.

Wenn du weiterhin mit Verkleidungen fahren wirst würde ich den Rostumwandler sorgfältig abspülen und dann mit FF (das ganz flüssige einlassen. Das einige Tage wirken lassen und dann mit MS oder Seilfett verschließen. Verkleidung drüber und der Rost ist zumindest bestmöglich ausgebremst.
Diese Stelle auch von unten (Holhraum) mit FF nachbehandeln und wenn nötig mit Fett nachsorgen.
Danke dir für deine Einschätzung.
Ich hatte die Befürchtung, dass es in diese Richtung geht.
Wie im anderen Thema geschrieben, habe ich heute ein bisschen was gemacht, um den Verfall zumindest zu verzögern. Die Verkleidungen da hinten bleiben vorerst ab, bis ich mal beim V-Jens war.

Diese Fluidfilm-Geschichte inkl. Mike-Sanders / Seilfett sind für mich noch böhmische Dörfer und nur in der Theorie bekannt. Auch fehlt mir dazu (noch?) jegliche Ausrüstung.

Danke dennoch für die Tipps. :)
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OllyBolly

Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von OllyBolly »

Diese Fluidfilm-Geschichte inkl. Mike-Sanders / Seilfett sind für mich noch böhmische Dörfer und nur in der Theorie bekannt. Auch fehlt mir dazu (noch?) jegliche Ausrüstung.
Fluid-Film und Seilfett gibts zur Not auch in Spraydosen und mit Hohlraumsonden. Dann ist das FF zwar nicht ganz so flüssig aber immer noch besser als gar nix. Dafür brauchts dann keine weitere Ausrüstung.
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Re: Rost im hinteren Radkasten...

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

lumpi hat geschrieben: Diese Fluidfilm-Geschichte inkl. Mike-Sanders / Seilfett sind für mich noch böhmische Dörfer und nur in der Theorie bekannt. Auch fehlt mir dazu (noch?) jegliche Ausrüstung.
Mach Dir keinen Kopp...deswegen sollste ja zum Jens fahren .v.
Gruß christian@nivatechnik.de

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