recht kurzfristig entschloß ich mich, noch eine Woche an den Gardasee zu fahren.
Gardasee deshalb, weil ich zelten wollte, aber weder hardcorecamper bin, noch
die Ausrüstung dazu habe.
Zum Gardasee sind es von mir aus rund 540 km. Lange überlegte ich die Anreiseroute.
Entweder mautfrei über Hahntennjoch und Reschenpaß was kilometermäßig nicht viel
mehr ist, oder, wie ich es dann auch gemacht habe: Ulm-Kempten-Reutte-Fernpass-
Innsbruck-Brenner-Gardasee. Nach 6 Stunden war ich dort. Camping Al Cor in Torbole.

Meine erste Tour führte mich auf den Monte Altissimo. Eine abenteuerlich schmale, aber
asphaltierte Straße beginnt in Nago und man kann fast 1500 Höhenmeter rauf fahren.


Blick auf Torbole, im Hintergrund Riva

Der Gipfel des Monte Altissimo ist gleich neben der Hütte. leider ziehen die Wolken hoch
und man sieht kaum noch was.

den Niva habe ich bei der Suppe auch wieder gefunden

Nochmal der Blick runter auf Torbole, das sind jetzt knapp 1000 Höhenmeter

Ob hier der ADAC mit dem Heli kommt?

Meine nächste Tour galt die Auffahrt zum Startpunkt der Wanderung zur Punte
Telegrafo, dem höchsten Gipfel im Monte Baldo Massif, zu finden. Es gibt da
verschiedene Angaben. Der Denzel schreibt von teilweise gesperrt und gefühlten
30% Steigung. Diese Auffahrt hatte ich nicht gefunden. Meine war harmlos von der
Steigung, aber wiederum einspurig und so steil, daß ich an der Untersetzung froh war.

Oben hatte einer sein Mopped vergessen

Rustikale Brotzeit direkt neben dem Kuhfladen

Murmeltierte gab es etliche hier oben


Ein altes Fort (Ex. Forte Naole). Gespenstisch mit dem Nebel.

Das ist nicht die chinesische Mauer!

Bei meiner nächsten Tour bin ich ein Stück das Ledro-Tal hineingefahren und zum
Ort Pregasina hoch. Wenn man dort weiterwandert, kommt man zum Nole Paß, der
direkt zum Tremalzo Paß führt.
Tiefblick nach Limone

Herbst in den Bergen ist einfach schön

Alpenveilchen. So was kannte ich nur vom Fensterbrett bei meiner Oma. Hier wächst das
Zeug haufenweise im Wald.

Blick wieder auf Torbole. Ganz rechts, an dem grünen Berg, kann man den Fahrweg
meiner Tour vom ersten Tag erkennen (zumindest im Originalbild).

Und das ist in Garda

Malcesine mit seiner Scaligerburg

Dann habe ich mich noch einmal an der Punta Telegrafo versucht und fast nicht
mehr heruntergefunden. Wegen Nebel die Tour abgebrochen.

Der Nebel hat sich an einem Spinnennetz abgesetzt

dann fahr ich halt wieder runter

Hafen und Sonnenuntergang in Lazise


Als ich zum Campingplatz zurückkomme, ist die Überraschung perfekt. Am letzten Tag,
bevor der Campingplatz schließt, kommen Gerhard und seine Frau mich besuchen. Ein
toller Abschluß einer schönen Woche

Und leider schon wieder alles zusammengepackt .-.

Den Tremalzo wollte ich ursprünglich fahren, bin aber gar nicht dazu gekommen. Von
Gerhard habe ich dann erfahren, daß er sowieso gesperrt war. Es hatte Montag lange
geregnet, wahrscheinlich kam es da zu dem Erdrutsch.
Auch so habe ich mich eher in die unbekannteren Gebiete verdrückt. Da wandert man
um diese Jahreszeit den ganzen Tag ohne jemandem zu begegnen. Das war mir lieber,
als mir den Berg mit Mountainbikern und ihren tatoogeschmückten Stachelbeerwaden
teilen zu müssen.
Schön, daß ihr bis hierher gelesen habt. Offroadaction gibt es keine
Stefan



