Momentan beschräftigt mich folgende Frage:
Um wieviel wird die Hinterachse (beim 2018er Modell) bei maximaler Verschränkung durch das Zusammenspiel von Panhardstab & Längslenker aus der Normallage verschoben?
Ich hoffe das hat sicher schon jemand mal berechnet
jhl hat geschrieben: 23. September 2026, 10:51
Moin,
wenn du die seitliche Auswanderung meinst, die soll der Panhardstab ja verhindern wenn sich die Achse bewegt.
VG Jan
Da der Panhardstab einen Radius beschreibt bleibt die Achse natürlich über ihren gesamten Federweg nicht in der Mitte.
Der Effekt wird größer um so größer der Federweg - Höherlegung.
Wieviel das ist kann ich nicht sagen, aber Andy Beddong sollte das ziemlich genau wissen.
Er hat schließlich etwas entwickelt wo die Achse über den gesamten Federweg definitiv in der Mitte bleibt.
andreas-bader hat geschrieben: 23. September 2026, 11:26
Da der Panhardstab einen Radius beschreibt bleibt die Achse natürlich über ihren gesamten Federweg nicht in der Mitte.
Der Effekt wird größer um so größer der Federweg - Höherlegung.
Wieviel das ist kann ich nicht sagen, aber Andy Beddong sollte das ziemlich genau wissen. Er hat schließlich etwas entwickelt wo die Achse über den gesamten Federweg definitiv in der Mitte bleibt.
Grüße
Andreas
Sowas hatte ich als Hintergedanke
Bleibt die Frage ob Andys Lösung auch für normale Hinterachsen, ohne Verstärkung und ohne Höherlegung sinnvoll sein könnte?
Natürlich, sonst würden es nicht so viele Hersteller verbauen. Es macht das Fahrwerk immer präziser, egal ob höher gelegt, mehr oder weniger Federweg oder Verstärkte Achse (die Achsverstärkung hat im übrigen nichts mit dem Watt zu tun). Es wirkt sich nur mehr oder weniger stark aus.
andreas-bader hat geschrieben: 23. September 2026, 11:26
Da der Panhardstab einen Radius beschreibt bleibt die Achse natürlich über ihren gesamten Federweg nicht in der Mitte.
Natürlich nicht, im Maße der Kreisbahn des Panhardstabes, gibt es natürlich eine Abweichung. Aber im wesentlichen, ist ja schließlich die Aufgabe des Stabes, führt er ja seitlich.
Sogar ein Video gibt es, und wenn Du da über die Torsionsstrebe der AHK peilst, siehst Du schön wie der Drehpunkt des Watthebels immer auf gleicher Linie mit dieser bleibt.
Beddong hat geschrieben: 23. September 2026, 18:30
Sogar ein Video gibt es, und wenn Du da über die Torsionsstrebe der AHK peilst, siehst Du schön wie der Drehpunkt des Watthebels immer auf gleicher Linie mit dieser bleibt.
office@pcss.at hat geschrieben: 23. September 2026, 10:18
Momentan beschräftigt mich folgende Frage:
Um wieviel wird die Hinterachse (beim 2018er Modell) bei maximaler Verschränkung durch das Zusammenspiel von Panhardstab & Längslenker aus der Normallage verschoben?
Ich hoffe das hat sicher schon jemand mal berechnet
Berechnet habe ich das nicht, kann dir aber sagen, wie man das relativ unkompliziert hinbekommt. Man braucht lediglich den Radius des Kreises (= Länge des Panhardstabes) und den Höhenweg, den der Panhardstab zwischen den maximalen Endlagen zurücklegt (alternativ den Winkel). Das müsste also gemessen werden.
Gottseidank keine Probleme
Der Anstoß war eigentlich die Erkenntnis das der Panhardstab fürchterlich ausgesehen hat.
Damit weckte er mein Interesse betreffend Sinn und Zweck des Teiles.
Mit mehreren Schichten abblätternder UBS, Steinschläge, Staub und stellenweise Rost war er nicht gerade ein Schmuckstück (sieht man ja auch von hinten )
Also abgebaut, blank abgeschrubbt, entfettet und mit Brantho Korrux 3-in-1 Anthrazit neu lackiert.
Nun eine wahre Zierde
office@pcss.at hat geschrieben: 23. September 2026, 10:18
Momentan beschräftigt mich folgende Frage:
Um wieviel wird die Hinterachse (beim 2018er Modell) bei maximaler Verschränkung durch das Zusammenspiel von Panhardstab & Längslenker aus der Normallage verschoben?
Ich hoffe das hat sicher schon jemand mal berechnet
Berechnet habe ich das nicht, kann dir aber sagen, wie man das relativ unkompliziert hinbekommt. Man braucht lediglich den Radius des Kreises (= Länge des Panhardstabes) und den Höhenweg, den der Panhardstab zwischen den maximalen Endlagen zurücklegt (alternativ den Winkel). Das müsste also gemessen werden.
Danke für die Hinweise
Darauf basierend, hier nun ein Berechnungsversuch:
Bei einer Stablänge von 1065 mm (r) und einem angenommenen Höhenweg (s) von 200 mm (zB: links +100 mm, rechts -100 mm) sollte der Seitenversatz 4.7 mm (h) betragen.
h = r - (√(4r² - s²)/2)
.
circular-segment.png (15.78 KiB) 159 mal betrachtet
Genau diesen Ansatz hatte ich im Sinn.
Der Panhardstab ist allerdings nicht mittig an der Achse angehängt, sondern fast ganz links. Somit macht er kaum Bewegung, wenn nur die rechte Seite der Achse ein- oder ausfedert.
Dann wiederum beschreibt die Achse eine Kreisbahn um den Anhängepunkt des Panhardstabes herum - das Thema ist also doch komplexer.