Objektiv ist ein solcher Vergleich nicht möglich aber subjektiv schon. Seit einem 3/4 Jahr vergleiche ich die Beiden.
Am Genesis gefällt mir die Beschleunigung (über 300 PS) und der Komfort (Vollausstattung), z.B. schlüsselloses Öffnen/Schließen, Start/Stop und vieles mehr.
Bild G Volant

Da ich kein blaues Licht mag, stört mich die Beleuchtung der Schalter und deren Beschriftung sehr. Eine Möglichkeit der Farbumschaltung habe ich bis jetzt noch nicht entdeckt, wenigstens kann man "Dunkeldimmen". Ein Grün, Weiß, Gelb oder Orange wäre mir lieber gewesen, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. Blaues Licht fördert den "Grauen Star" (Hornhauttrübung des Auges) macht aber munter und erhöht somit die Aufmerksamkeit des Fahrers.
Bild G Instrumenten Blau leider Überbelichtet

Im Gegensatz dazu ist das monotone leise Summen des 6-Zylinder-Motors langweilig und einschläfernd. Hier gefällt mir die Symphonie der Technik, die mir der Lada täglich bietet, erheblich besser.
Die Formgebung der Karosserien von heute, mit der nach hinten optisch ansteigenden Seitenlinie, sagt mir nicht zu. Sie soll wohl den Eindruck erwecken, daß die Fahrzeuge ständig bergab fahren und somit Kraftstoff sparen. Auch der Genisis entspricht diesem Zeitgeschmack. Tatsächlich aber, ist er im Ökomodus gefahren, nicht sparsamer als der Lada. Ich finde den Lada formschöner.
Bild G hinten links

Bild G rechte Seite fern

Mit seinem langen Radstand hat der Genisis gute Geradeauslauf-Eigenschaften, diese sind in Anbetracht der erzielbaren Geschwindigkeiten auch dringend erforderlich. Der Lada hat einen kurzen Radstand und fordert ständige Lenkkorrekturen, wenn man ihn auf der Spur halten will. In Gefahrensituationen sind Könner am Lenkrad gefordert, schreibt der ADAC in seinem Test. Aber gerade dieses nervöse Fahrverhalten vermittelt Agilität, Wendigkeit und Fahrspaß.
Mein Genisis hat ein mechanisches 6-Gang-Automatikgetriebe. Bei diesem soll man das Kriechen (langsames Fahren mit Bremspedal) vermeiden. Ebenso soll man das Fahzeug am Berg nicht mit dem Gaspedal auf der Stelle halten, sondern Leerlauf (Neutral) und Handbremse benutzen. Auch längeres Halten mit eingelegter Fahrstufe soll vermieden werden. Schade eigentlich, gerade das waren doch die großen Vorteile der früheren hydraulischen Getriebeautomaten, die ich so schätze. Meine alten US-Fahrzeuge konnten eine solche Behandlung, dank hydraulischem Wandler und effektiver Getriebeölkühlung, stets schadlos überstehen.
In den Betriebsanleitungen werden regelmäßig erschwerte Betriebsbedingungen aufgeführt, die eine etwas intensivere Wartung erforderlich machen. So auch bei dem Genisis. Hier gilt das für einen Betrieb, wo überwiegend mit einer Motordrehzahl unter 2.000 UpM gefahren wird. Im Ökomodus werden 2.000 UpM aber erst ab Tempo 100 Kmh erreicht. Wer will, kann in den Sportmodus schalten und höhere Drehzahlen fahren. Also entweder mehr Komfort und Wartung oder etwas mehr Verbrauch und Schaltarbeit. Das ist nicht schön.
Der Genisis ist nun 10 Jahre alt hat aber noch keine 50.000 Km gelaufen. Die einzige Reparatur war an der 3.Bremsleuchte vorgenommen worden, weil sie bei der technischen Überprüfung durch nachgelassene Helligkeit aufgefallen war. Die 3.Bremsleuchte befindet sich im Spoiler. Rost habe ich bis jetzt noch keinen entdeckt. Die Qualität scheint gut zu sein.
Bild G Heck

Schrauben möchte ich an diesem Fahrzeug nicht. Mir persönlich gefällt der Lada besser. Da ich nur ein Fahrzeug zur gleichen Zeit fahren kann, werde ich den Genisis verkaufen und in das LADA-IG-Portal einstellen.
Bild G Motor schräg

Wie sagt man in Norddeutschland so schön ? - - Wat dem Eenen sin Uhl, ist dem Annern sin Nachtigall !