Hydrostössel durch manuelle ersetzen

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Joaho
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Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von Joaho »

Das will ich jetzt machen. Mechanische sind bestellt, sollten morgen eintrudeln. Plus die Fühlerlehre.
Grund: ich musste die Kopfdichtung machen (Abgase im Kühlwasser und Wassernebel am Auspuff). Beim Zusammenbau hab ich die Stössel nicht genug resetted, Nockenwelle wieder drauf, schlechte Kompression auf 3 Zylindern, Stössel zu hoch. Zweimal! Schnauze voll.

Frage dazu: Die Ölversorgung der Stössel kommt von unten und geht über den Ölverteiler (?? Sammler!) die geschwungene Leitung nach oben, tropft/sprüht von da auf die Nockenwelle. Soweit richtig?
Wie kriegt die Nockenwelle dann mit den mechanischen Einstellern ihre Schmierung?
Niva 21214 10/2006
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Olitschka
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von Olitschka »

Die Nockenwelle bekommt durch Kanäle im Nockenwellengehäuse ihr Öl.
Die Ölleitung muß ausgebaut und der Anschluss zu gemacht werden mit passender Schraube und Scheibe.
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christian@nivatechnik.de
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

Joaho hat geschrieben: Beim Zusammenbau hab ich die Stössel nicht genug resetted,
Hä? Das ist bei Lada nicht nötig....nötig ist jedoch das korrekte Drehmoment mit dem die Stößel alter Bauart angezogen werden! Max. 18Nm :idea:
Gruß christian@nivatechnik.de

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michaniva
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von michaniva »

Joaho hat geschrieben:Nockenwelle wieder drauf, schlechte Kompression auf 3 Zylindern, Stössel zu hoch.
Diese Phänomen hatte ich auch mal! Es wurde die ZKD gewechselt und der Motor lief nicht. Wurde wieder zerlegt und unter meinen "fachkundigen" Augen zusammengebaut, 3 von 4 Zylindern hatten null Kompression. Ich war absolut ratlos. Nach ca. 1h einfach so rumstehen war auf einmal Kompression da und er lief einfach super. Die Stößel sind wohl nach Ausbau noch auseinander gegangen und hatten wohl Probleme mit dem einfahren, die Ventile der betreffenden Stößel blieben einfach ein klein wenig offen. Dies betrifft aber nur die alte Bauart und nur gebrauchte Stößel.

Grüße Micha
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Joaho
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von Joaho »

Wow! Ihr sagt mir hier, daß ich nur eine Weile hätte warten müssen, weil die unter Druck LANGSAM von selber zusammengehen? Glaub ich!!
Bin ich aber nicht draufgekommen, weil sie im Schraubstock (Holz dazwischen) so widerspenstig sind.

Das Drehmoment hab ich beachtet, ich hab einen alten Drehmomentschlüssel (ein Verbieger), der 18 kann, der neuere mit Klick fängt bei 30 erst an...

Danke für die Antworten!
Niva 21214 10/2006
AET
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von AET »

Joaho hat geschrieben: Bin ich aber nicht draufgekommen, weil sie im Schraubstock (Holz dazwischen) so widerspenstig sind.
Wieso machst du die in den Schraubstock?

Die Hydros müssen den Druck halten.
Wenn man die machanisch mit Gewalt zusammen drückt sind sie in der Regel im A****.
Dabei zerstört man meißt die Dichtungen, weil sie garnicht dafür ausgelegt sind im normalen Betrieb so weit nachzugeben.
Wenn die (ausgebaut) fest sind und sich nicht von Hand bewegen lassen, sind sie (in der Regel) in Ordnung. omm


Gruß
Rainer
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

AET hat geschrieben:Wieso machst du die in den Schraubstock?
Danke, daß nicht immer ich solche Sachen schreiben muß.... .v.
Gruß christian@nivatechnik.de

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Joaho
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von Joaho »

Rainer und Christian zusammen auf einen Schlag am Hals, na, das hab ich ja gut hingekriegt .-.

Ich hab mich immer nur als fortgeschrittenen Laien eingeschätzt! Ich wollte die Steller ein wenig resetten, damit etwas Luft da ist und der Öldruck alles neu einstellen kann.
Beim letzten Mal (der Motorschaden) hab ich die komplett zerlegt und alles Öl rausgeputzt, hat dann eine Weile gedauert, bis sie zu scheppern aufgehört haben.

Die Entscheidung, auf mechanische zu ändern, bereue ich nicht. Er hört sich etwas anders an, nicht lauter, irgendwie etwas anders. Und er zieht besser, bescheiden geschätzt 10%. Ganz neues Nivagefühl! Bin gespannt, was der Verbrauch sagt!

Kopfdichtung war erfolgreich. Die alte war komplett matschfeucht, ich musste sie wegspachteln. Kein Moussieren mehr im Kühlwasser, kein Nebel mehr am Auspuff. Alle 4 Zylinder knapp über 9 bar.
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BabuschkasEnkel
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von BabuschkasEnkel »

AET hat geschrieben:
Joaho hat geschrieben: Bin ich aber nicht draufgekommen, weil sie im Schraubstock (Holz dazwischen) so widerspenstig sind.
Wieso machst du die in den Schraubstock?

Die Hydros müssen den Druck halten.
Wenn man die machanisch mit Gewalt zusammen drückt sind sie in der Regel im A****.
Dabei zerstört man meißt die Dichtungen, weil sie garnicht dafür ausgelegt sind im normalen Betrieb so weit nachzugeben.
Wenn die (ausgebaut) fest sind und sich nicht von Hand bewegen lassen, sind sie (in der Regel) in Ordnung. omm


Gruß
Rainer
Rainer, ich gebe zu dass ich noch keine Lada-Hydros zerlegt habe (gab zum Glück(?) noch keinen Anlass dazu), aber sind da wirklich Dichtungen drin?
Von VAG kenne ich die Probe unter der Drehdornpresse, ob die Hydros noch Druck halten (gaanz langsam geben sie alle nach) und bei einen Kundenmotor (MB-Benziner) hatten wir zweimal hintereinander Hydros von Kolbenschmitt bei denen sie diese Minifeder an der Kugel vorbeigemogelt hatte, aber Dichtungen habe ich noch keine in Hydros gefunden.
Ich bin aber offen für weiteres Wissen omm
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c_baum
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von c_baum »

Rainer, ich gebe zu dass ich noch keine Lada-Hydros zerlegt habe (gab zum Glück(?) noch keinen Anlass dazu), aber sind da wirklich Dichtungen drin?
Hatte mal einen vom Niva zerlegt, weil mich der Aufbau interessiert hatte. Kann mich auch nicht an eine Dichtung erinnern. Im Grunde war der Aufbau sogar ziemlich simpel. Ich kann das Teil ja mal raussuchen und Bilder machen, hab den sicher noch irgendwo.

Das Phänomen nach dem ZKD-Wechsel hatte ich aber auch. Erst keine Kompression auf zwei Zylindern. Dann nur noch auf einem. Und nach nem halben Tag schnurrte der Motor, als wäre nie was gewesen. Sehr irritierend, muss ich zugeben. Ich dachte zuerst auch "F***, jetzt haste den Motor komplett geerdet. Alles nochmal von vorn." .,. Aber wie gesagt, warten und alles war erledigt.

Viele Grüße

Christian
Lada Niva 1700i 4x4 MPI BJ 2006 Euro 2 (Dunkelgrauimport) | Farbe 325 Tiefseegrün/морская пучина | Modell 21214-20-120 | 91.000km | Yokohama Geolandar A/T 175/80 R16 mit Schlauch
AET
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von AET »

Joaho hat geschrieben:Rainer und Christian zusammen auf einen Schlag am Hals, na, das hab ich ja gut hingekriegt .-.
Na na na....keiner geht dir an den Hals. omm

Aber da ich sowas immer wieder lese und am Telefon höre, die meißten Leute da auch relativ beratungsresistent sind und das im Forum auch schon einige Male Thema war,
war ich da jetzt etwas forsch im Schreiben. :roll:
Ich hab mich immer nur als fortgeschrittenen Laien eingeschätzt! Ich wollte die Steller ein wenig resetten, damit etwas Luft da ist und der Öldruck alles neu einstellen kann.
Der Öldruck stellt bei den Dingern nichts ein.
Der Öldruck sagt voll ausgefahren.
Die Ventile-Mechanik drückt gegen den Öldruck und bei genug Kraft geben die Hydros nach.
Da gehört keine Luft rein. Denn die kann nur schwer wieder entweichen, da es keine Entlüftung gibt. (Beispiel Luft im Bemssystem.)
Beim letzten Mal (der Motorschaden) hab ich die komplett zerlegt und alles Öl rausgeputzt, hat dann eine Weile gedauert, bis sie zu scheppern aufgehört haben.
Wenn die zu lange scheppern, sind sie als defekt anzusehen.
Manchmal hat man Glück und die bauen sich wieder auf, aber grundsätzlich sollen die ab Motorstart sofort Druck haben. (Weshalb sie den auch halten müssen!)
Die Entscheidung, auf mechanische zu ändern, bereue ich nicht. Er hört sich etwas anders an, nicht lauter, irgendwie etwas anders. Und er zieht besser, bescheiden geschätzt 10%. Ganz neues Nivagefühl! Bin gespannt, was der Verbrauch sagt!
Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen.
Man muss dann eben nur regelmäßig prüfen und ggf. einstellen. omm
Kopfdichtung war erfolgreich. Die alte war komplett matschfeucht, ich musste sie wegspachteln.
Hört sich nach einer Kopfdichtung von "TSN" an...der größte Schrott, der mir je unter gekommen ist. o--.
BabuschkasEnkel hat geschrieben: Rainer, ich gebe zu dass ich noch keine Lada-Hydros zerlegt habe (gab zum Glück(?) noch keinen Anlass dazu), aber sind da wirklich Dichtungen drin?
Von VAG kenne ich die Probe unter der Drehdornpresse, ob die Hydros noch Druck halten (gaanz langsam geben sie alle nach) und bei einen Kundenmotor (MB-Benziner) hatten wir zweimal hintereinander Hydros von Kolbenschmitt bei denen sie diese Minifeder an der Kugel vorbeigemogelt hatte, aber Dichtungen habe ich noch keine in Hydros gefunden.
Ich bin aber offen für weiteres Wissen omm
Eine Drehdornpresse ist aber kein Schraubstock. (Und von Leuten die sich damit auskennen, kann der Hydro durchaus "richtig" geprüft werden. ;) )
Außerdem ging es nicht ums Prüfen, sonder um das "Entleeren".

Ja, das mit der "Dichtung" war vielleicht etwas schlecht ausgedrückt...

Wenn die Federn "überstaucht" werden, kann das auch der Grund für den Defekt sein.
Kugel + Federn sind das Druck-/Druckbegrenzungsventil.
Wenn sich in den Hydros garkein Öldruck mehr aufbauen lässt, ist dort in der Regel der Defekt.

Aber oben am Kolben reibt Metall auf Metall und dichtet quasi so ähnlich wie ein Kolbenring mit sehr enger Passung.
Wenn man das zu weit gegeneinander verschiebt (gerade bei älteren Stößeln) zerstört man diese "Dichtflächen" meißtens.
Dadurch hält der Hydro den Druck nicht mehr und gibt zu früh/leicht nach.

Gruß
Rainer
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

AET hat geschrieben:Man muss dann eben nur regelmäßig prüfen und ggf. einstellen.
Und das geht wiederum nur richtig mit der extra dafür vorgesehenen Lehre .... hoffentlich hat er die :wink:
Gruß christian@nivatechnik.de

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Beddong
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von Beddong »

Und etwas Erfahrung, grade wenn das ganze Zeug spritz neu ist!
Warum einfach, wenn´s auch richtig geht!
Lada: Niva Bj. 82; €3 Bj. 05; €5 Bj. 11; €5 Bj. 12; Shiguli Bj. 82; Opel: Meriva Bj. 04; BMW: X5 Bj. 2005;
Gruß, Andy
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BabuschkasEnkel
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von BabuschkasEnkel »

AET hat geschrieben:
Joaho hat geschrieben:
Aber oben am Kolben reibt Metall auf Metall und dichtet quasi so ähnlich wie ein Kolbenring mit sehr enger Passung.
Wenn man das zu weit gegeneinander verschiebt (gerade bei älteren Stößeln) zerstört man diese "Dichtflächen" meißtens.
Dadurch hält der Hydro den Druck nicht mehr und gibt zu früh/leicht nach.

Gruß
Rainer
Gut, dann sind wir auf gleichem Kenntnisstand omm
Ist ja wie bei den Hauptbremszylindern :wink:
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c_baum
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Re: Hydrostössel durch manuelle ersetzen

Beitrag von c_baum »

Etwas spät, aber falls es jemanden auch später noch interessiert, hier ein zerlegter Hydrostößel vom 1700er MPI
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PSX_20201205_131528_resize_33.jpg (66.34 KiB) 1650 mal betrachtet
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