Zunächst ging es mit meinem Sohn Janis, nach einem Zwischenstop im Schwarzwald, in die die Cevennen. Letztes Jahr sind wir die Strecke an den Atlantik noch in zwei langen Etappen gefahren. Das war sehr anstrengend, deshalb haben wir diese Jahr eine Woche Roadtour gemacht und sind jeden Tag etwas weiter gefahren und haben dann jeden Tag auf einem anderen Campingplatz übernachtet.
Die Cevennen sind landschaftlich wunderschön und eigenen sich auch für leichte Offroad Touren bis auf 1500m.




Janis wollte unbedingt mal einen richtigen Wasserfall sehen.

Danach ging es dann quer durch Frankreich über Bordeaux nach Carcans Plage. Während man in der
Hauptsaison im Landesinneren jederzeit auf den Municipal Campingplätzen spontan übernachten kann,
ist der Atlantik komplett ausgebucht. So habe ich diesen Platz schon im Januar für eine Woche reserviert.
Hier hatten wir eine wunderbare Zeit mit Surfen, Schwimmen und Erholen.


Danach blieb Janis am Atlantik bei seiner Mutter und ich entschied mich für eine kleinen Umweg nach Hause.
In die Pyrenäen wollte ich schon immer mal. Die südliche spanische Seite hat offroadtechnisch mehr zu bieten.

Zunächst suchte ich mir mit Wikiloc eine moderate Route bis auf 2200m. In Wikiloc gab ich als Suchfilter an, dass die Route in den letztes 12 Monaten gefahren sein sollte, um sicher zu gehen, dass sie aktuell ist.
Ein wunderbarer Trail über knapp 50km. Mit Kaffeepausen war ich ca 4:40 unterwegs.




Danach bin ich nach Andorra weiter gefahren. Ein einziger großer Offroadpark mit spektakulärer Natur.
Der Sprit kostet nur 1,15€ und gefühlt kommt auf jeden Einwohner eine Tankstelle.
Der Trail in Andorra führt auf den 2700m hohen Pic Negre und ist in Wikiloc als schwer angegeben.
Wie ich dann rausfand, ist das auch wirklich ernst zu nehmen. Felsen, Staub, steile Passagen mit tiefen Auswaschungen,
starke Verschränkungen und das alles auf 20km Länge. Alles wurde gebraucht, Sperre, Rockslider, Unterfahrschutz, Erfahrungen aus dem Mammutpark und Vetrauen in den Niva.



Belohnt wurde ich mit einer der atemberaubendsten Aussichten, an die ich mich erinnern kann.





Die Pyrenäen sind ein echtes Offroadparadies. Ich habe nirgendwo Beschränkungen, Warnungen oder Schranken gesehen. Insgesamt war nicht viel los, aber ich habe einige Spanier getroffen, die mit Buggys und unterschiedlichen älteren Geländewagen unterwegs waren, zum Teil als Familienausflug. Ich hatte auch den Eindruck, dass es touristisch nicht so überlaufen ist, wie in den Alpen in der Hauptsaison. Hierhin werde ich auf jeden Fall zurückkehren.
Leider bin ich jetzt für das Fahren in Offroadparks versaut, zu netten Treffen komme ich trotzdem.

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