das man in dieser Angelegenheit schon längst tätig werden wollte.
Leider ist es in unserer schnelllebigen Zeit nicht jedem vergönnt sich derartiger Probleme unverzüglich abzunehmen, bzw. man fühlt sich auf Grund von vertraglichen Gewährleistungsversprechen zur eigenen Untätigkeit verdammt und verschiebt es aus logistischen/wirtschaftlichen Gründen auf die nächste Inspektion.
Dieser Artikel richtet sich an all die leidgeprüften armen Menschen, zu denen sich der Autor auch zählt und möchte Hilfestellung geben.
Der hydrl. Kettenspanner ist, wenn er zu 100% funktionieren würde, keine schlechte Sache.
Bedauerlicher weise läßt bei längerer Standzeit, also über Nacht, die Vorspannung nach und die nun lockere Kette maltretiert morgens nach dem Anspringen des Motors alle Teile die mit ihr in Berührung stehen.
Die Führungsschiene hat diesem unflätigen Verhalten am wenigsten entgegenzusetzen und quittiert dies mit vorzeitigem Einstellen des Dienstes.
Das heißt sie wird zerrieben oder gar zerbrochen und begibt sich auf den Weg zur Ölwanne, was im Extremfall zu kapitalen Motorschäden führen kann.
Das wollen wir nicht.
Ein eingelaufener, gesunder Ladamotor springt kalt nach vollständig aufgebautem Krafftstoffdruck im Prinzip "auf Schlag" an - und das ist das Problem.
Die Ölpumpe hat in diesem Wimperschlag nicht die Zeit, wo der Motor mit Anlassdrehzahl läuft, den nötigen Öldruck aufzubauen und die Kette zu spannen.
Der Motor startet augenblicklich und beschleunigt direkt auf die sogar noch höhere Kaltlaufdrehzahl, die Kette schlägt, die Konsequenzen sind hörbar.
Also wäre es doch wünschenswert wenn der Motor nicht gleich anspringt.
Dann würde er in dieser Zeit mit der erheblich niedrigeren Anlassdrehzahl bewegt werden, die Ölpumpe könnte den Systemdruck ganz, oder zumindestens teilweise aufbauen und der hydraul. Steuerkettenspanner würde seinen dienstlichen Verpflichtungen allmählich nachkommen.
Wie erreichen wir das?
So primitiv es ist, so genial einfach ist es gleichzeitig.
Es kostet kein Geld, es muß nichts besorgt oder umgebaut werden, diese Funktion ist im Wagen bereits verbaut, bzw wir nutzen eine konstruktive Gegebenheiten für unsere Zwecke.
Jeder Fahrzeugtechnik affine Kraftfahrer wartet nach dem einschalten der Zündung auf den Moment wo die Kraftstoffpumpe durch abschalten signalisiert das genug Druck in dem Einspritzsystem herrscht. Erst danach wird der Schlüssel in die Startposition gedreht.
Der Autor empfiehlt folgene Vorgehensweise.
Wegfahrsperre, sofern vorhanden, deaktivieren
Zündschlüssel einstecken und entschlossen bis in die Anlassstellung verdrehen.
Der Motor wird auf Grund des zu geringen, sich im Aufbau befindenden Kraftstoffdrucks und dem einhergehenden zu mageren Kraftstoff-Luft Gemisches erst nach ca.
2 Sekunden starten, viel Zeit für unsere Ölpumpe.........
Eine Verbesserung in dieser doch recht unangenehmen Angelegenheit ist sofort wahrzunehmen.
LG
