Mir persönlich erscheint eine “Kontrolle“ der Kettenführungen nicht sinnvoll.
Egal in welchem Zustand man die Schienen vofindet; woran will man erkennen, wie lange insbesondere die kritische Beruhigungsschiene noch hält?
Ich kenne inzwischen 3 Situationen:
1. Die Beruhigungsschiene hat leichtes Spiel.
Dann ist sie zumindest in diesem Moment in Ordnung.
2. Die Beruhigungsschiene ist auf den ersten Blick noch vollständig, wackelt aber deutlich.
In diesem Fall war sie am unteren Befestigungspunkt leicht angebrochen, und ein winziges Stück fehlte bereits.
Der Austausch ist schwierig, weil die untere Hülse ggf. nicht mehr umschlossen ist und beim Ziehen der Schraube in die Ölwanne fallen kann (eigentlich auch nicht schlimm).
Will man das vermeiden, hilft es den Stirndeckel abzunehmen und einen Lappen drunter zu stopfen.
Wenigstens ist bis dahin noch kein Kunststoffabrieb entstanden, der irgendwelche Ölkanäle zugesetzt haben könnte.
3. Die Beruhigungsschiene ist nur noch in Teilen vorhanden und eingelaufen.
In diesem Fall hörte sich der Wagen wie ein Diesel an.
Hier ließ sich die untere Hülse beim Ziehen der Schraube von oben mit einem Magnetheber sichern.
Mein persönliches Fazit:
Am besten lässt sich eine unbeschädigte Schiene tauschen!
Darum mache ich es immer, wenn es sich gerade anbietet.
Oder spätestens alle 35tkm bzw. alle 5 Jahre.
Ist ja kein großer Aufwand, gemessen an den erheblichen möglichen Folgeschäden.
AET hat übrigens aktuell prima vorgeölte, nicht verzogene(!) Führungsschienen im Angebot
