Bis dato durchgeführte Schritte zur Bekämpfung:
-VTG penibelst ausgerichtet (natürlich auch vertikal) -> leichte Verbesserung
-Neue NoName Zwischenwelle -> keine Verbesserung
-Neue Lada Zwischenwelle (gewuchtet und mit 2123 Hardyscheibe) leichte Verbesserung
-Neue Gummilager an Getriebe und VTG -> keine Besserung
-Umbau auf M VTG mit 3.1 Untersetzung -> dabei ging es nicht um Bekämpfung vom Rütteln, sollte nur erwähnt werden
-Neue Tirsan Kardanwellen, feingewuchtet -> keine Besserung
Neuer Plan neues Glück: zusätzliches drittes Lager am VTG. Romi sei Dank lag es wenige Tage später bei mir

Also, ab an den Einbau.
Wichtig vorab: Es gibt unterschiedliche Versionen für Chevy und Lada Niva, das muss unbedingt beachtet werden, sonst gibts Frust! Außerdem beim Kauf darauf achten dass drei neue längere Stehbolzen dabei sind!
Die drei Stehbolzen braucht es für die Korrekte Montage des Gestells am VTG.
1. Stehbolzen tauschen
Bei mir ging es ohne den Ausbau vom VTG, aber vermutlich nur weil meines abnormal weit vorne sitzt (erweiterte Langlöcher an den Lagerböcken).
Ihr müsst aber damit rechnen das VTG ausbauen zu müssen da beim obersten Bolzen wirklich wenig Platz zur Karosse ist.

2. Rahmen montieren
Spätestens jetzt muss das VTG vermutlich raus... faul wie ich bin hab ich mir beim montieren der oberen Muttern lieber die Finger gebrochen
Es ist wirklich arschknapp... der gekröpfte Ringschlüssel hat gerade so gepasst, wäre das VTG auch nur 2mm weiter hinten, keine Chance.
Korrekte Reihenfolge: VTG-Sprengring-Mutter-Rahmen-Unterlegscheibe-Mutter

3. Löcher bohren
Dazu den Gummiblock am Rahmen montieren und vorher das VTG perfekt ausrichten. Erst dann die Löcher vom Block von unten auf die Karosse übertragen, ankörnen und mit einem kleinen Bohrer vorbohren. Die finalen 8mm Löcher lassen sich dann gut von oben Bohren. Anschließend nicht vergessen die Beschädigte Lackschicht zu versiegeln!
https://s19.postimg.org/rfew9mawj/IMG_2 ... 102108.jpg
4. Stehbolzen an der Karosserie
Nun gibt es mehrere Möglichkeiten den Gummiblock mit der Karosse zu verbinden. Entweder man steckt nun M8 Schrauben von oben durch die Löcher und verschweißt sie, oder man lässt sie "lose", braucht dann aber immer eine zweite Person zum Gegenhalten. Muttern statt Schrauben anschweißen wäre sicher auch eine Option.
Ich habe mich dafür entschieden die Schrauben durch ein zusätzliches (4mm) Blech zu stecken und damit zu verschweißen. Das bringt den Vorteil dass sich die Schrauben nicht verdrehen können, man die Schrauben bei defekten Gewinde tauschen kann und das ganze Blech an der Stelle zusätzlich verstärkt wird.
Zum Bohren der Löcher muss die Getriebetunnelverkleidung komplett weg, um diese zu entfernen müssen die Sitze weg, geht aber alles recht flott.

5. Finale Montage
Wichtig ist bei der Endmontage darauf zu achten, das VTG nicht zusätzlich unter Spannung zu setzen. Sprich das zusätzliche Lager darf nicht unter Spannung verbaut werden da sonst das VTG nicht mehr in der Flucht ist. bei mir waren unangeschraubt ca 4mm Luft zwischen Bodenblech und Gummiblock. Also auch hier mit Unterlegplättchen wie auch an den seitlichen VTG Lagern arbeiten.
Ich hab vor dem festziehen den Abstand Bodenblech-Schraubenkopf Bummiblock gemessen und so lange beigelegt bis ich beim angeschraubten Block aufs gleiche Maß gekommen bin, fertig!

Der Unterschied ist gravierend. Ich kann nun anfahren wie ich will, die Hebel bleiben absolut ruhig, kein Gezappel mehr. Ein Offroadtest steht zwar noch aus aber ich bin sehr guter Dinge.
Einziger mir bis dato aufgefallener Nachteil: Durch die zusätzliche Anbindung vom VTG an den Unterboden übertragen sich auch die VTG Geräusche minimal mehr in den Innenraum. .-.
Bringt mich aber nur meinem Entschluss näher endlich mal den Getriebetunnel ordentlich zu dämmen.
Viel Spaß beim Einbauen!
