Möchte euch mit einem Bildbericht bissl an der Reise teilhaben lassen, ergänzend wird es auch noch Videos geben.
Der Bericht ist chonologisch, wegen der Datenfülle gibts nur Vorschaubilder, bitte für Vollansicht anklicken.
Teil 1: Anreise bis Bergen und Abschnitt Bergen bis Steinkjer
Nach eigentlich monatelanger Vorbereitungszeit fehlten in den letzten Wochen plötzlich einige Monate.

Es kommt eben immer anders als gedacht, und dann fehlt die verplante Zeit. Vor allem durch die Hilfe von Gabor, auch bei schweißfreundlichen 15 Grad Kälte in der Garage spät Nachts, ging sich letztlich alles Notwendige gut aus, selbst das abeglaufene Pickerl wurde zwei Tage vor Abfahrt erneuert.
Speziell für die Tour wurden beide Diffs. kontrolliert, ebenso VTG und Getriebe sowie Motor. VTG habe ich für die Tour ein Originales aus 88 benützt, das läuft wunderbar ruhig.
Getriebe ist eine Mischkulanz aus vielen Baujahren, leider mit krummer Hauptwelle. Hat aber trotzdem brav gehalten und wurde mit der Zeit sogar ruhiger
Ansonsten habe ich noch den starren Lüfter ausgebaut, Luftvorwärung und Fühler allgemein geprüft.
Reifen bei mir neue Bridgestone DM V2 in 225/80R15 und Matthias neue Nokian
(wird ergänzt), jeweils fünf Stück.
Ersatzteile und Mittel hatten wir beide zu Hauf und mit vollem Erfolg mitgeschleppt, keines davon wurde benötigt
Und natürlich die Öle. Habe überall bis auf Lenkung (leider leider) viel zu dünne und Großteils syntetische Öle benützt. Gegen meine Befürchtungen blieb alle rundum trocken, erst jetzt fängt die HA leicht zum saftln an.
Motoröl läuft super aber rinnt auch gut. Über 3 Liter hat sich der SPI auf ca. 6800km gegönnt, und hatte nur zwei mit
Getriebe lies sich auch bei unter 25 Grad sofort tadellos schalten, ebenso VTG.
Trotzdem merkt man natürlich beim Kaltstart wie alles schwer dreht, alle Fette in allen Lagern und Gelenken sind steinhart, da hilft kein dünnes Öl.
Unter 15 Grad starte ich immer erst den Motor an, lasse ihn wenige Sekunden laufen und fahre dann direkt mit eingelegter Untersetzung und wenn möglich auch Sperre los. Für mind. 200m, kommt Normal Gang mit sanfter Beschleunigung auf 40km/h.
Schneller wird's dann nach Gefühl. Wenn mich mein Gefühl nicht trügt erwärmt sich der Antrieb langsamer als der Motor mit Fahrtwind und Schneestaub dazu!
So, genug der Theorie, am Mittwoch ging es direkt vom Büro mit dem völlig überladenen Niva direkt zum Hauptbahnhof in Wien. Sehr einsam wurde Niva ohne jeglichem Windschatten verzurrt... 195 ist Maximalhöhe, aber eckige metalerne Formen sind wegen Funkenschlaggefahr nicht gern gesehen... der Lademeister drückte dann doch ein Auge zu und das Abenteuer konnte beginnen
Um Acht am Abend fährt der Zug täglich von Wien nach Hamburg und Stuttgart, fas Auto kostet 96€, ein Bett gibt's ab 39€. Kann Autoreisezug nur voll empfehlen, für mich war es das erste Mal., und frag mich warum.
Aber Achtung, den Fahrtwind nicht unterschätzen! Bis zu 180 km/h fahren die Züge, und begegnen sich zum Teil auch in Tunneln! Mein, für die Tour mit doppelseitig Alybutyl verklebtes, provisorisch verschloßennes Loch im Dach war danach aufgerissen. Die Panzertaperreparatur auf der ersten Fähre haltet bis heute
Angekommen bin ich entspannt um Neun Morgens, um elf traf ich dann Matthias im nahen Quickborn.
Wir durften aber nicht lange Plaudern, um 17:30 Uhr sollten wir in Hirtshals, dem nördlichsten Zipferl Dänemarks, sein. Die über 500km liefen gut, wenn auch mit viel Verkehr, Baustellen und schlechter Sicht im salzigen Dauernieseln.
Es bleibt sogar noch Zeit zum zusätzlichen Volltanken und kleinen Happen für uns, und schon stand mein Niva wohl zum ersten Mal auf einer Fähre.
Unsere Kabine war eng aber funktionell
Trotz dem vielen Platz zur Sicherheit lieber nahe dem erfahrenen großen Niva dran
Am Morgen schlängelte sich das riesen Schiff schon irrwitzig nahe an Norwegens Küste entlang, traumhafte erste Eindrücke.
Herausragend wie sehr sich die kleinen einheitlichen Häuschen in die Landschaft einfügen, für mich eine ästhetische Wohltat, welche quasi für die ganze Reise erhalten blieb.
Hier wird das Ablassen von Rettungsbooten aller Art geprobt.
Einfahrt nach Bergen, einer sehr schön gelegenen Stadt.
Wir liesen Bergen aber direkt hinter uns, viel zu warm
Erster Halt erst als zumindest Spiegeleis (Schwarzeis) die Landschaft zierte.
Eisfälle von ganz klein bis doch sehr beachtlich zierten von nun ans bis zum Ende in Göteborg unsere Reise unentwegt
Am ersten Pass dann endlich auch das erste Weiß, doch das reichte uns noch lange nicht
Von da ging es prompt wieder runter ans Meer, zur ersten Inlandsfähre der Reise.
Wartezeiten sind fast immer unter 30 Minuten, und die Fähre nie voll.
Überfahrt dauerte ca. 30 Minuten, also von Ein- bis zum Ausrollen. Oben am Deck gibt's gute Hotdogs und ähnliches.
Bald darauf machten wir uns noch bei Tageslicht dran unsere Autos endlich um zu räumen und dann die erste Nacht der Reise im Auto zu bereiten.
Bei mir konnten endlich die zwei 20L Kanister, Ski, Schneeschuhe und Schaufel aufs Dach, zum schlafen mussten trotzdem drei Reisetaschen mit Gewand stets außen übernachten.
Für mich reichte der Platz gut, konnte ehrlich ausgestreckt liegen, und auch drehen. Nach oben blieb aber wenig Platz, also immer langsam aufrichten
Aufbau des Schlafplatzes dauerte kaum fünf Minuten, nur hier, noch bei Niselregen und Plusgraden, länger wegen dem Schutzzelt. Dieses kam aber nur noch einmal zum Einsatz, denn vor Pulverschnee muß sich Nichts schützen
Nach dem die Nivas von den ersten Klios Ballast in Form von Konserven und Bierdosen befreit worden waren ging es zu Bett.
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Tags darauf, nach gutem Frühstück unter trockenem Himmel, ging es bald über einen steilen aber fast schneefreien Pass und bald einem ewig langem Fjord entlang.
Man beachte die gerade in Errichtung stehende Tragseilbahn.
Vor Beginn unserer ersten echten Schneeetappe gab eine Mittagspause


Wir fahren im Grünen in den Tunnel, der lange und geschwungen bergauf durch den Berg führt, und kommen oben im tiefsten Schneefall und 15cm Neuschnee raus.
Trotz dem bisschen Neuschnee zeigt sich schnell der grobe Schneemangel des heurigen Winters.
Doch es war ein reges Treiben, wer kann flüchtet aus Südnorwegen hier herauf.
Unser Weg führte uns jedoch wieder hinunter, ins Grüne, wo nur die starren Seen an den Hochwinter einnern.
Fotogen ist Norwegen wohl zu jeder Jahreszeit, mit Niva erst Recht
Gegenüber einer schönen Eiswand errichteten wir unseren zweiten Nachtplatz. Noch mit Zelt, jedoch schon Schnee darunter!
Der Abend blieb für uns gratis, dank den einquartierten syrischen Flüchltige welche uns herzhaft aufgenommen haben... und nicht so recht verstanden warum wir freiwillig draußen essen und sitzen, wo ihnen doch selbst mit drei E- Strahlern pro Raum fröstelte

Um einen Besuch kamen wir aber natürlich nicht herum, so zu sagen mein erster Saunagang der Reise
Die Nacht wurde klar und fast windstill, vor allem aber trocken.
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Unser erstes Frostfrühstück klappte schon mal tadellos (vom undichten Benzinkocher abgesehen)
Gleich ging es wieder höher und, genau dann wieder runter! Flaches gibt's in Norwegen nicht, genau so wenig wie Gerades auf den Straßen. Besser gehts nicht!
Und meist Nivafreundliche 80 als erlaubte Höchgeschwindigkeit, auch wegen den vielen Zeitmessabschnitten haltet sich jeder penibelst daran. Für mich, hier aus dem tiefen Süden dem Fahrstil betreffend, eine ganz neue Erfahrung.

Ab und zu 90 oder 100, oft aber auch 70.
Überhaupt stellten unsere überladenen Nivas die ganze Reise über kaum ein Hinderniss dar, wurden selten überholt, und nicht selten waren wir die Überholer.
Mitten im Hochwinter so nahe wie noch nie am nördlichen Polarkreis solche Farben zu sehen erschreckte und erfreute gleichzeitig
Auch dieses Skigebiet kann nur dank Kunstschnee die Saison durchhalten.
Die Berge wurden immer sanfter geschliffen, die Landschaft weiter.
Jetzt fehlte nur noch Schnee um unser Glück zu vollenden.
Wegen Regen suchten wir später einen offenen Campinglatz. Das glückte uns nicht, bald aber fanden wir einen netten Winterwärter der uns eine, nur anfangs kalte, Hütte aufsperrte. Heiße Dusche gab es auch, und nach Erdäpfelpürre und Würstel und ein paar Bier Schneefall statt Regen
Norweger lieben Eis, in jeder Form. Dieses Migränebeseitigende gibt's bis ganz in den Norden rauf an vielen Tankstellen den ganzen Winter über... zu Normalen- und Softeis dazu.
Bald geht's weiter, und dann wird's versprochen sehr bald viel weißer werden

Niva 1600 2121-1 Bj.86, R.I.P. / Kalina 1400 1117 Bj. 11, ca.185tkm / Wachsam sein tut weh ohne Tatendrang