Die Gelegenheit zum Einbau von Schiebefenstern nutzen und dabei alles drunter entrosten und grundieren?
Bei meinen hat leider die Dichtung nicht richtig gepasst, auch ohne Keder nur mit viel Gewalt und wegschneiden von Teilen des Gummis, danach mit Dichtmasse aufgefüllt.
Lada 2121/40/U, Bj.09, grün mit weißem Dach, Gepäckträger lang.
Lada Taiga 2121, Bj. 79, Nr. 0056825. Ein Haufen Arbeit.
Lada Taiga 2121, Bj. 78, Nr. 0009991, durch raschen Ankauf erstmal gerettet, bin aber mit dem 79er eigentlich für die nächsten Jahre ausgelastet.
Südhesse hat geschrieben:Wie würdet Ihr an der Stelle vorgehen ?
A- die Pfuschlösung: Fensterdichtung so gut es geht anheben, darunter reichlich MS, und auch rundherum. Zusätzlich die Stelle von innen mit FF konservieren. (erreicht man gut mit zerlegter Seitenverkleidung) Ist nicht schön, aber stoppt den Rostfraß ganz gut, also zum Rauszögern geeignet.
B- Richtig: Fenster raus, rostigen Blechbereich großzügig ausschneiden und Ersatzblech einschweissen.... nur mit Abschleifen wirst bei dem Stadion wohl nicht mehr glücklich werde...
"Lösung" A verhindert bei mir seit zwei jahren ein größerwerden des Rostets an quasi genau der selben Stelle.
Fenster baue ich immer mit reichlich Ms ein. das macht zwar im Sommer unschöne Fettränder, aber hilft falls mal wo der Lack unter der Dichtung beleidigt ist.
Gruß Jakob
Niva 1600 2121-1 Bj.86, R.I.P. / Kalina 1400 1117 Bj. 11, ca.185tkm / Wachsam sein tut weh ohne Tatendrang
wieviel Wert legst Du auf perfekte Optik? Ich würde erstmal den losen Lack und Rost abkratzen und danach weiter entscheiden, je nachdem wie groß die Durchrostung ist. Auch innen abkratzen, denn da ist der Rostbefall genauso groß wie außen. Bei oberflächlichem Rost würde ich auf die nur noch dünne Rostschicht Owatrol-Öl auftragen und darüber mit MS versiegeln, wie Jakob das empfohlen hat. Das Owatrol-Öl spritze ich mit einer Insulin-Spritze aus der Apotheke unter die Gummi-Dichtung. So habe ich das an der entsprechenden Stelle bei unserer Ente gemacht, hat sich seit 3 Jahren nicht verändert, man sieht aber natürlich, daß da mal Rost war.
Bei einer größeren Durchrostung (womit ich hier allerdings rechne) würde ich zusätzlich das Loch verschließen, so daß kein Wasser mehr eindringen kann. Das ist dann die Lösung B von Jakob, wobei ich etwas anders vorgehen würde: Ich würde den Rost vollständig entfernen, innen und außen. Meistens mache ich das mit einer Kombination aus Kratzen und Fertan. Dabei darauf achten, daß das Fertan wirklich 48 Stunden feucht bleibt und daß genug Fertan zur vollständigen Umwandlung zur Verfügung steht. 1 mal einstreichen reicht nicht. Dazu lege ich mit Fertan getränkte Papiertücher von einer Küchenrolle auf den Rost und beträufele das Papier alle paar Stunden mit Fertan. Ich nehme diese Küchentücher, weil sie naßfest ausgerüstet sind und nich sofort bei Wassereinfluß zerfleddern. Um ein Austrocknen zu verhindern, decke ich die Papiertücher noch mit einer Klarsichtfolie aus der Küche ab. Nach 2 Tagen (ja, das dauert so lange) abwaschen und mit einem Föhn bzw einer Heißluftpistole trocknen. Dabei entsteht eine schwarze Schicht, die sich mit einer alten Zahnbürste abbürsten läßt. Es bleibt eine hellgraue Schicht, die einige Wochen stabil ist. Wenn es diese hellgraue Schicht nicht gibt, sondern die Schicht schwarz bleibt, etwas abkratzen und die Fertan-Behandlung wiederholen. Auf diese graue Schicht habe ich eine weitere Schutzschicht von Zinga-Streichzink aufgetragen, nicht zu dick, die Zink-Schicht ist in sich nicht sehr stabil. Auf dieser Schicht hält dann auch ein Aufbau aus Glasfaser / Epoxidharz. Aus optischen Gründen würde ich das von innen versuchen. Dann kannst Du von außen spachteln und lackieren. Vorteil gegenüber Schweißen: man zerstört keinen noch intakten Lack, außerdem kann ich nicht schweißen. Nachteil: Jeder Karosseriebauer, der etwas auf sein Handwerk hält, wird Dich dafür töten. Danach gut mit MS oder FF versiegeln. Habe ich so beim BMW gemacht (an einer Stelle an der A-Säule, wo 4 Lagen Blech übereinander liegen), hält jetzt seit 11 Jahren. An einer anderen Stell des BMW (am Fahrgestell, wo der TÜV kratzt und kein Epoxidharz erlaubt ist) bin ich ähnlich vorgegangen, nur daß ich an Stelle des Kunstharzes ein vorher zurechtgeschnittenes Blech aufgeklebt habe. Wie gesagt, ich kann nicht schweißen. Hat keiner gemerkt.
Mach doch mal den losen, unterrosteten, alten Lack ab und mache ein Foto, wie's dann aussieht.
viele grüße KH
Citroen C5 Bj 2016, Citroen C3 Bj 2026, BMW 2600L Bj 1963, Lada Taiga Bj 2014, Glas 1300 GT mit 1700 er Maschine Bj. 1964