Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

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gulli-olm
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Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von gulli-olm »

Moin Moin,

Vorstellung vorweg: Mein Name ist Robin, 21, aus dem Norden Schleswig-Holsteins.

Ich habe mir am Montag einen 1997er Lada Niva in äußerlich recht gutem Zustand gekauft. Der Wagen hatte diverse Teile neu, darunter auch ein Ölwechsel bei 59.000km
Jetzt ist der Wagen bei etwas über 61.000 km und als ich gestern den Ölstand kontrolliert habe,war dieser mindestens einen, wenn nicht 2 Zentimeter über der Maximallinie.
Der Geruch des Öls ließ einen gewissen Benzinanteil vermuten.

Habt ihr eine Ahnung was dieses Problem ausgelöst hat und wie ich damit verfahren soll?

Grüße
Robin
Grüße
Robin

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Maikel
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von Maikel »

Wenn der Niva nur Kurzstrecke gefahren wird, kann der Benzinanteil im Öl sehr hoch werden.

Vom Motoröl würde ich den überschüssigen Teil absaugen, und dann den Motor mal richtig Warmfahren, damit eventuelles Benzin verdunsten kann.
Dann den Ölstand überprüfen, und ggf. korrigieren.

1m langer dünner Schlauch aus dem Baumarkt, und eine 100ml besser 150ml Spritze aus der Apotheke/Bucht genügen um ohne große Mühe das überschüssige Öl abzusaugen.
(wenn das Öl warm ist, lässt es sich wie Wasser ansaugen)

zB.


http://www.ebay.de/itm/50-100-150ml-Nah ... 1369851905
Gruß von Maikel
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christian@nivatechnik.de
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

Wenn man die vorgeschriebenen 3,75 Liter einfüllt, steht das Öl beim MPI seit einigen Jahren beim x von max :roll: ....klingt komisch, ist aber Lada
Beim SPI kann es noch richtig sein.....schau nochmal nach. Ich würde ablassen und neu abmessen.


Benzin im Öl (ich spreche hier von einer relevanten Ölverdünnung) kann eigentlich ohne "Check-Engine"-Leuchte an nicht passieren.
Es sei denn, irgendein Held hat Kontaktspray in den Lambda-Sonden-Stecker gesprüht o--.
Dann spritz der Niva ein, wie doof..... der Verbrauch liegt dann aber auch bei > 17L/100Km :shock: ... und fährt gruselig

Unterdruck-Schlauch zum MAP-Sensor defekt kann auch zu zuviel Benzin-Einspritzung führen
Defekter Temp-Sensor( 2-polig) auch
Gruß christian@nivatechnik.de

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csc
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von csc »

Erst mal herzlich willkommen im Forum.
Ist der Wagen evtl. viel Kurzstrecke gefahren ? Wenn das Öl nie richtig heiß wird sammeln sich Wasser und auch Benzin im Öl an. Bei ausreichender Öltemperatur verdampfen die Zusätze wieder. Ich würde zunächst einen Ölwechsel mit Filterwechsel machen und dann die Sache weiter beobachten. Wenn es dann wieder auftritt wäre der nächste Schritt mal die Kompression auf allen Zylindern zu messen, aber mach erst mal Ölwechsel.
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gulli-olm
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von gulli-olm »

Der Wagen wurde vom Vorbesitzer nur nen Monat gefahren, zur Berufsschule (etwa 15km). Davor war es nen Försterauto.
Ölwechsel unvermeidlich oder erstmal absaugen und warmfahren? Wie dramatisch ist Warmfahren für den Kat?
(Erstmal muss sowieso der Tank für die Kupplungshdraulik ersetzt werden, der war abgebrochen)
Grüße
Robin

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gewaltschrauber
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von gewaltschrauber »

Ist am Öleinfülldeckel weisser Schlamm zu sehen? Wäre ein Zeichen für Wasser im Öl.
Mein Halbwissen habe ich mir auc abgeschaut, erlesen und durch eigene (schlechte) Erfahrungen angeeignet.
Gruss

Lorenz


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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

gulli-olm hat geschrieben:Wie dramatisch ist warmfahren für den Kat?
...wenn die o.g. Dinge heile sind: undramatisch.
Nummer sicher: gleich ablassen.
Gruß christian@nivatechnik.de

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Maikel
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von Maikel »

Nummer sicher: gleich ablassen.


Und die Abgelassene Ölmenge Messen


WICHTIG !!!

Das Neue ÖL (3,75 Liter) genau Abgemessen in den Motor geben, und die Ölstandsmarkierung auf dem Peilstab ggf. korrigieren/ neu anbringen.

Ein eigener Messbecher (für Kleines Geld) speziell für Ölgeschichten Motor/Getriebe am NIVA ist Pflicht.

Ansonsten ist Ärger mit dem Küchenpersonal angesagt.
Gruß von Maikel
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nivalex
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von nivalex »

Hallo zusammen,

ich finde die Empfehlung etwas seltsam einfach eine bestimmte Menge Öl einzufüllen, ohne den Ölstand zu beachten. Solange die Füllmenge ungefähr mit der Werksangabe übereinstimmt, ist mir doch der Ölstand am Stab wichtiger.

Mal davon abgesehen, habe ich beim meinem MPI quasi keine Abweichung von der Werksangabe nach komplettem Ablassen. Da gehen auf Anhieb fast 3,5l rein bis zu "Max". Später dann noch ein kleiner Schluck.

Zum Thema: absaugen bis Max ist eine gute Idee - der Vorbesitzer hat wahrscheinlich einfach stur die 3,75l eingefüllt .,.m.. Wenn man nur ein wenig zuviel einfüllt, steigt der Ölstand am Stab relativ stark an (Selbstversuch). Etwas Benzingeruch ist ja normal, da müsste man mal probeweise schnüffeln, ob das noch ok ist.

Grüße Alex
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Micha4x4
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Beitrag von Micha4x4 »

Wenn der Ölmesstab ungenau ist, wie ich hier mehrfach gelesen habe, ist doch besser, die Werksangabenmenge einzufüllen und eine neue Markierung zu machen.

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nivalex
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von nivalex »

Micha4x4 hat geschrieben:Wenn der Ölmesstab ungenau ist, wie ich hier mehrfach gelesen habe, ist doch besser, die Werksangabenmenge einzufüllen und eine neue Markierung zu machen.
Wie gesagt, wenn die Ölmenge einigermaßen plausibel ist, halte ich mich an den vorhandenen Peilstab. Plausibel heißt: knapp unter der Werksangabe beim Auffüllen (plus 1x Nachgießen), da nie alles an Öl herauskommt. Und am Ende lebt der Motor nicht vom exakten Ölvolumen 3,75l, sondern vom richtigen Ölniveau in der Ölwanne. Die ganze Messerei am Peilstab bei kaltem Motor, in der Ebene ist ja nur eine Krücke um einheitlich eine bestimmte Füllhöhe zu erreichen, damit die Ölpumpe immer zuverlässig ansaugen kann.

Man ließt hier viele Horrorgeschichten, aber schau immer erstmal ob das auch jeweils bei dir zutrifft omm. Die dort bei Lada spinnen nicht wirklich - Fräulein Niva ist mit der richtigen Brille gesehen ein gutes Auto. Ob du die richtige Brille auf hast, wirst du dann schnell feststellen k..

Grüße Alex
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

nivalex hat geschrieben:ich finde die Empfehlung etwas seltsam einfach eine bestimmte Menge Öl einzufüllen, ohne den Ölstand zu beachten
Wo steht das?

Werksangabe: 3,75 Liter
Gruß christian@nivatechnik.de

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nivalex
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von nivalex »

christian@lada-ig.de hat geschrieben:Wo steht das?
Werksangabe: 3,75 Liter
Ja, 3,75l steht unbestritten so in den Handbüchern. Das sollte die Füllmenge für einen trockenen Motor sein, nicht die Wechselmenge. Jedenfalls deckt sich das für mich mit meinen bisherigen Beobachtungen mit anderen Motoren. Genau genommen steht dort aber nicht wie das Öl einzufüllen ist. Nur "ein entsprechendes der Betriebsjahreszeit des Fahrzeuges Öl eingießen" (Formulierung scheint sich seit 1600er/2121 nicht geändert zu haben). Aber dazu eben mein Einwand:
nivalex hat geschrieben:Und am Ende lebt der Motor nicht vom exakten Ölvolumen 3,75l, sondern vom richtigen Ölniveau in der Ölwanne. Die ganze Messerei am Peilstab bei kaltem Motor, in der Ebene ist ja nur eine Krücke um einheitlich eine bestimmte Füllhöhe zu erreichen, damit die Ölpumpe immer zuverlässig ansaugen kann.
Es reicht ja schon, wenn die Ölwanne eine Delle hat und schon stimmt die Füllmenge nicht mehr. Soweit ich weiß sind die Füllmengen immer das, womit man im schlimmsten Fall zu rechnen hat. Ich sollte also 3,75l auf Lager haben, bevor ich mit dem Ölwechsel anfange. Manche Motoren haben netterweise noch eine geringere Wechselmenge angegeben - die fehlt hier leider. Wenn dann insgesamt eben nur ~3,5l rein gehen bis Max, liegt das doch im Rahmen :?:.

Über Peilstäbe mit "falschen" Markierungen rede ich hierbei garnicht. Geben wird es das schon...

Grüße Alex
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DeutzDavid
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von DeutzDavid »

1cm über max. sind denke ich mal kein Problem. Fahre jetzt schon eine ganze Zeit lang so. Kann beim SPI aber anders sein.

Die Peilstäbe können ungenau sein, ich habe 3,6l drin und bin trotzdem fast 1cm über max. Nehme das nicht so genau. Die Anleitung wird nicht lügen



Viel wichtiger ist die Frage, sind im Getriebe schon 1,8l drin, oder nur 1,3l

In dem Fall ist überfüllen ja besser :mrgreen:
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RiGGo
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Re: Zu viel Öl, trotz Ölwechsel beim Vorbesitzer

Beitrag von RiGGo »

Ich dachte auch mal, füllst du mal das Öl bis Max und gut.
Dann befuhr ich eines schönen Tages einen Bunkerhügel auf nem alten Armeegelände.
Beim Hochfahren ging dann die Öllampe an, weil der Saugkorb in der Luft hing.
Seit dem ich die 3,75l einfülle passiert das nicht mehr. (Unser Werkstattprogramm zeigt sogar 4,0l an)
... und immer schön die Daumen auf's Lenkrad

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