Tag 1-3 (04.10.14-06.10.14) „Die Überfahrt“
Am 04.10.2014 trafen wir uns alle bei einen Baumarkt in Lübeck, wo Ron und Melanie uns verabschiedeten.
Dann ging es los zum Kai, die Formalitäten waren rasch erledigt, so dass wir fix Aufladen konnten und die Fähre pünktlich um 20:00 Uhr ablegen konnte.
Es folgten 2 ½ Tage Schlafen, Essen, Sauna, Essen, Whirlpool, Essen, Schlafen (getrunken wurde immer
Tag 4 (07.10.14) „Die Ankunft“
Am 07.10. um ca. 07:00 Uhr (Ortszeit) legten wir in St. Petersburg an. Nach „Face-Control“ und 1 Stunde warten durften wir endlich von Bord, um dann schließlich fast den restlichen Tag beim Zoll zu verbringen. Der Grund hierfür lag bei einem defekten Computer und der Gründlichkeit der Zollbeamten. Nicht unbedingt beim Durchsuchen der Fahrzeuge, sondern viel mehr beim Ausfüllen der Formulare. Die hatten wohl Angst, dass die Niva’s dort gelassen werden. Nach 2 weiteren Checkpoints haben wir dann so gegen ca. 17:00 Uhr das Hafengelände verlassen. Nach einer kurzen Fahrt wurden wir dann von Tatjana und Sergej begrüßt und die Niva’s auf den Autotransporter geladen. Nun ging es weiter mit dem Kleinbus zum Abendbrot in ein traditionelles Restaurant. Da die meisten eh nicht die Karte lesen konnten, haben wir unseren Gastgeber, sowie Dimitri und Alexander die Essensauswahl überlassen. Insgesamt war ich sehr von der russischen Esskultur angetan. Der Tisch ist voll mit Kleinigkeiten zum Knabbern zwischen den Gängen, aber vor allem: alles in Ruhe und ohne Hast. Natürlich wurde auch zwischen durch Хреновуха (Meerrettichschnaps auf Wodka-Basis ) und Wodka gereicht, jedoch alles gesittet und kein Gelage! Anschließend gab es noch eine nächtliche Stadtrundfahrt durch St. Petersburg.
Tag 5 (08.10.14) „St. Petersburg“
Check out nach dem Frühstück aus dem **** Hotel. Unsere Niva’s wurden bereits vor dem Hotel geparkt und Fotografen machten eifrig Bilder, Dann ging es auf zur 2.Stadtrundfahrt, diesmal jedoch in unseren Autos. Für diverse kleine Foto-Sessions wird unterwegs kurz angehalten. Der Verkehr ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Straßen sind 3 bis 4 spurig und es wird recht raubeinig gefahren, bisschen drängeln hier, bisschen Lücken hüpfen da – man muß schon aufpassen! Wenn ein Unfall passiert oder ein Radfahrer wird ein wenig bedrängt und hinterlässt Spuren im Lack, wird sich kurz verständigt und weiter geht’s. Das Auto ist halt ein Gebrauchsgegenstand. Abschließend fahren wir zu einem Sammelplatz, an welchen die Auto’s wieder aufgeladen werden. Da der Urban mit verladen werden soll und nur 8 Niva’s auf den LKW passen, mußte meiner in St. Petersburg zurück bleiben (traf sich auch „ganz gut“, da ich seit dem Verlassen der Fähre ein Problem mit der Kettenspannung hatte). Mit den Bus ging es dann zum Bahnhof, wo der Zug nach Moskau wartete. Besonderheit auf dem Bahnhof: Gepäckkontrolle wie auf dem Flughafen und jeder Wagon hatte sein eigenen Schaffner, der nochmal Reisepass und Fahrkarte kontrollierte. Da wir 1.Klasse reisten, hatten wir 3 Abteile in Beschlag. Alexander „klärte“ gleich zu Beginn der Zugfahrt alles mit dem Schaffner, so dass wir 4 Stunden unsere „Ruhe“ hatten und die Raucher rauchen und die Trinker trinken konnten. Abends erreichten wir dann schließlich Moskau, wo uns ein Bus zum Hotel brachte. Für unser Abendbrot suchten wir uns eine ruhige Lokalität aus: Denkste! Mittwochabend=Karaoke Abend! Nicht schön aber Laut! Einige Gäste haben sogar fluchtartig das Restaurant verlassen, aber wir sind hart geblieben. Nein, ich habe nicht gesungen!
Tag 6 (09.10.14) „Moskau“
Für heute ist Stadtrundfahrt angesetzt: Kreml, Roter Platz, GUM, Erlöser Kirche. „Der Österreicher“ mußte in der Kirche draußen. Anscheinend hielten die Türsteher seine Tracht für ein Karnevalskostüm. Ebenso mussten Harald und Ole draußen bleiben, da sie keine Tasche für den Fotoapparat dabei hatten. Nach dem Mittagessen, natürlich mit dem traditionellen Gläschen Wodka, ging es dann erstmal zurück zum Hotel. Übrigens: der Moskauer liebt es, im Stau zu stehen! Ob Tagsüber oder 1 Uhr Nachts, nur Stau! So brauchten wir auch ca. 1 ½ Stunden bis zum Hotel für gefühlte 5 km. Im Hotel kurz frisch gemacht, mittlerweile war es schon Dunkel, und weiter ging’s. Dimitri hatte eine kleine Tour auf eigene Faust vorbereitet, um uns die schönsten U-Bahnstationen und nochmal den Roten Platz bei Nacht zu zeigen. Dies war mit ein absolutes Highlight!
Tag 7 (10.10.14) „Nizhny Novgorod“
Morgens in der Hotel-Lobby empfangen uns 2 Reporter von der russischen Auto-Bild zu einem Interview. Nach ca. 1 Stunden müssen wir jedoch dies abbrechen, da wir auschecken müssen, um den Zug nach Nizhny Novgorod zu kriegen. Gegen 18:00Uhr schlagen wir dann im Hotel auf. Kurz hübsch gemacht und auf ging’s in ein Kasachisches Restaurant. Bezüglich der Essensauswahl haben wir uns wieder ganz auf Dimitri und Alexander verlassen. Plötzlich kam jemand aus einem etwas abgegrenzten Bereich und forderte uns zum tanzen auf. Anscheinend fand er das Lied welches gerade lief so toll. Er gab keine Ruhe, so dass einige von uns sich Opfern mußten, um den Weltfrieden zu erhalten, was jedoch mittels Wodka absolut problemlos war. Zurück im Hotel begaben sich einige noch in die Hotelbar. Was für ein Glück! Freitag Abend=Karaoke Abend! Aber diesmal war es echt der Hammer! Mit welcher Lockerheit die Russen Party machen! Die Mädels haben da richtig eine Show abgezogen und singen konnten die auch richtig gut! Alexander mußte dann schließlich um 04:00Uhr morgens ein „Machtwort“ sprechen und uns auf die Zimmer „jagen“. freiwillig wäre ich nicht gegangen.
Tag 8 (11.10.14) „Oka-Lada“
Ich glaube es war so gegen 10:00 Uhr (hab irgendwann aufgehört auf die Uhr zu schauen) ging es zum Autohaus „Oka-Lada“ zur Präsentation des Lada Urban. Die Niva’s standen schon gewaschen bereit. Es folgte eine Rundfahrt im hupenden Konvoi durch die Stadt mit kleineren Stopp’s zum fotografieren. Anschließend wurden wir ins Autohaus geladen, wo uns 2 bezaubernde Damen in traditioneller Kleidung mit Brot und Salz empfingen. Des weiteren gab es ein Show-Programm mit einer Tanzgruppe, welche nicht mit reizen geizte. Bevor es dann zum Mittag ging, gab es noch eine kleine Quizrunde, jedoch haben wir da ganz schön alt ausgesehen. Nach dem Essen ging’s dann weiter zum Flughafen. Zu unserer Überraschung müssen wir erst nach Moskau fliegen, um von dort aus nach Samara/Togliatti zu kommen. In Moskau hatten wir dann noch ca. 1 1/2 Stunden Aufenthalt im Transitbereich, jedoch verlängerte sich dieser um 2 Stunden, da es technische Probleme mit der Maschine nach Samara gab. Zwischenzeitlich geisterte auch das Gerücht rum, dass der Flug gestrichen wurde, aber soweit kam es nicht. Mitten in der Nacht landeten wir in Samara und gegen 01:00Uhr erreichten wir dann das Hotel.
Tag 9 (12.10.14) „Togliatti“
Um 10:30 Uhr wurden wir abgeholt und zum Lada Autohaus gefahren. Dort warteten schon unsere Niva’s, Fotografen, ein Kameramann und eine Delegation des örtlichen Fan-Clubs auf uns. Man zeigte uns die Werkstatt und den Verkaufsraum. Im Verkaufsraum stand ein schöner schwarzer Granta Sport. Leider wird es den nicht in Deutschland geben. Warum? Keine Ahnung! Genauso unverständlich: Der Urban, in welchen ich mitfahren durfte, hat keine Untersetzung und keine Mitteldifferentialsperre. Ich möchte lieber nicht wissen, was derjenige geraucht hat, dem das eingefallen ist. Gespart am völlig falschem Ende! Nach ein paar Interviews ging es dann los! Im Autokorso durch Togliatti. Die Delegation des örtlichen Fan-Clubs sperrte freundlicherweise Kreisel und Kreuzungen, damit der Konvoi nicht auseinander gerissen wird. Plötzlich verließen wir die Straße und fuhren einen Waldweg entlang. Der Fahrer im Urban ballerte mit über 40 Sachen entlang und telefonierte noch nebenbei. Die hinter uns fahrenden hatten, bis auf Dimitri und Jens, Mühe, dran zu bleiben, so dass wir irgendwann nur noch 3 Autos waren. War aber auch egal, da wir zur weit gefahren sind. Also zurück, eine Schlucht hinab und dann ein Traumhafter Ausblick: wir sind direkt auf dem Strand der Wolga gefahren! Wieder Zeit für Video’s, Foto’s und Interview’s. Danach ging es ab zum Mittag, oder besser gesagt Abendbrot, da es mittlerweile 18:00 Uhr war. Im Hotel gabs dann den Traditionellen Absacker mit dem harten Kern.
Tag 10 (13.10.14) „Das Werk“
09:30Uhr ging‘s los! Für heute stand Lada Museum, Werksbesichtigung und Militärmuseum auf dem Programm. Zwischendurch Mittag im 24.Stock des „Lada Towers“. Was für ein Ausblick! Da wir ja kaum Zeit haben, fahren wir mit dem Bus durch das Militärtechnische Museum. Am Abend war dann im Konferenzraum noch ein kleines Meeting, bei welchem wir endlich unsere Präsente loswerden konnten. Des weitern ergab sich die Möglichkeit sich zu äußern sowohl positiv als auch kritisch.
Tag 11 (14.10.14) „St. Petersburg“
Heute war dann wieder Reisetag! Zum Glück gab es ein Direktflug von Samara nach St. Petersburg. Nachdem wir nach einem turbulenten Flug nachmittags uns im Hotel frisch gemacht hatten, lud uns das St. Petersburger Autohaus „Pita-Lada“ zu einer 3 Stündigen Schiffsrundfahrt durch St. Petersburg bei Pizza, Cola und Wodka ein. Als es dann dunkel wurde erstrahlte die gesamte Stadt in einem Atemberaubenden Licht! Wer also mal nach St. Petersburg kommt, denn rate ich zu solch einer Schiffsrundfahrt bei Nacht!
Tag 12 (15.10.14) „Abschied Teil 1“
Auch heute wieder volles Programm. Schließlich wollten wir noch Teile shoppen. Dies zog sich jedoch derart in die Länge, dass ich langsam Panik bekam, da ich für meine Kinder noch keine Mitbringsel hatte. Jedoch hielten wir noch an einen Supermarkt, wo sich jeder nochmal eindeckte mit Souvenirs, Kaviar, Zigaretten, Wodka und Süßigkeiten. Dann ging es zu den Autos. Zur meiner Enttäuschung wurde mein Niva nicht repariert, da die Werkstatt keine Gas Zertifizierung hatte. Kurz umpacken und ab zum Fährgelände. Vor dem Checkpoint warteten wir kurz und zu meiner Überraschung kam jemand und brachte mir zumindest die benötigten Ersatzteile! Nun hieß es endgültig Abschied nehmen! Der Check-In gestaltete sich vollkommen unproblematisch. Zufälligerweise hatten die gleichen Zollbeamten Dienst, auf welche wir schon von der Einreise kannten. Man konnte es in den Augen lesen: „Die schon wieder“
Tag 13-14 (16.10.14-17.10.14) „Abschied Teil 2“
Auf der Fähre hatten wir nun endlich genug Zeit und Ruhe zumindest ansatzweise die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Beim ein oder anderen hat sich auch ein wenig Wehmut breit gemacht. Die Fähre zurück war ein wenig schneller, dafür auch leider ohne Whirlpool, aber zumindest Sauna. Zum Abschluß organisierte Ole eine Führung auf der Brücke. Der letzte gemeinsame Abend wurde nochmal zünftig nach alter russischer Tradition gefeiert. Die Ankunft in Lübeck erfolgte überpünktlich. Die Zollkontrolle verlief nur theoretisch, so dass wir rasch mit den Formalitäten durch waren. Zum Abschluß sammelten wir uns noch auf einen Parkplatz und verabschiedeten uns voneiner.
Schön war’s!
An dieser Stelle nochmal mein Dank an Lada, für die Einladung und Umsetzung dieses einmaligen Erlebnisses, an Ron und Jens für das organisieren und an Dimitri und Alexander für ihre Nerven beim Übersetzen und die tollen Aktionen nebenbei!
Noch eine kleine Info zum Verständnis: wir wussten eigentlich nie was anliegt. Wir haben abends Bescheid bekommen, wann wir uns am nächsten Morgen in der Hotel Lobby treffen und was ungefähr am nächsten Tag geplant war. Es war total irre, aber auch toll, da alles reibungslos funktioniert hat!
Wenn ich eins aus Russland mitgenommen habe, dann einfach mal viel lockerer sein!
Einen bleibenden Eindruck haben auch die Russischen Frauen hinterlassen, die noch Frauen sind und sich wie Frauen kleiden.