Moin,
bin so frei und schreibe hier mal mit, weil es ja um ähnliche Dinge geht. OK ?
Erstmal Frage: Ihr habt also das KW-Rad (bzw. Riemenscheibe oder wie auch immer) mittels Holz und Heber gebremst ?
Vorweg gleich ein Dank an Christian, Erwin und Tobias für den Telefonsupport. Ich rückversichere mich immer gerne bei solchen Arbeiten. Das NW-Rad hat ja die kleine OT-Markierung. Niete und Bohrung vom fast gegenüberliegenden Geber für die NW-Position KÖNNTE ja auch als OT-Markierung dienen (tut sie aber nicht). Da ist es schön für mich, wenn ich mal kurz durchbimmeln kann...
Meine Vorgehensweise war ja eine etwas andere, weil eine andere Zielsetzung vorhanden war, welche insbesondere durch Demontage der NW begründet war.
Ventildeckel runter. Ölleitung vom Kettenspanner lösen. Kettenspanner lösen und abziehen.
Christian sagte es, ich probierte es nicht aus, aber ich glaube es: Nur den Spanner lösen und (etwas zurückziehen) genügt nicht. Mit montierter Ölleitung bekommt man ihn eh nicht weit genug raus.
Die Schrauberei ist etwas ein Gefummel, aber nicht tragisch. Die Ölleitung sollte dazu auch aus den Befestigungsclipsen am Motor raus.
Guten Zugang hätte man, wenn man das Y-Stück vom Kühlwasser"verteiler" am Zylinderkopf direkt über dem Kettenspanner abmachen würde. Aber wer hat schon Bock Kühlwasser abzulassen ?
Durch Fummeln am Beruhiger (vorher 2x Schrauben stirnseitig lösen), lässt sich dieser rausziehen. Evtl. dazu seitlich verdrehen. Direkt senkrecht raus und rein geht nicht.
Beruhiger war bei mir i.O. Den Spannschuh habe ich von oben im Kettenkasten angeguckt. Der hatte ein paar "Lunkerstellen", aber nix war gebrochen.
Hernach die NW ausgebaut: Nur ganz leichte Laufspuren (Erich - der örtl. Schrauber - nannte es "Splissing"). Auch Kipphebel wunderbar. Lager kein spürbares Spiel, KW läuft sauber und leicht in den Lagern.
Wenn die Kette locker ist, kann man diese ohne Probleme vom NW-Rad runterlupfen.
Ich habe dann die KW auf ein paar Grad vor OT gedreht (Kerzen raus). Dann die NW auf OT und wieder draufgeschraubt.
Nocken und Lauffläche Kipphebel ölen. Ich habe auch noch Öl in die Ölbohrung am Lagergerhäuse der NW reinlaufen lassen und hübsch gedreht.
Wenn sie sich bei Montage etwas verdreht, einfach an der NW-Rad-Schraube vorne wieder auf OT drehen.
Dann KW endgültig auf OT (hatte ich ja 10° vor OT stehen)
Kette wieder drauf.
Dabei ein kleiner aber feiner Hinweis: Ist die Kette komplett links vom NW-Rad zur Ruhe gelegt, bekommt man sie nicht am NW-Sensor vorbei. Der muss dann rausgeschraubt werden. Wem das zu blöd ist: Vorher entsprechend die Kette hinlegen.
Beruhiger montieren.
Kettenspanner montieren. Ölleitung nicht vergessen.
KW 2x komplett druchdrehen. Danach hat die Kette schon richtig Spannung. OT KW und OT NW haben gepasst, kein Aufsetzen der Ventile spürbar
Ventildeckel wieder drauf und alle Schläuche ran.
Zündgerät ausstecken und Motor vom Anlasser durchdrehen lassen.
Hat keine 10sek gedauert, dann erlosch die Öldrucklampe.
Kerzen rein, Zündgerät angestöpselt, ein Gebet, durchschnaufen und starten.
Keine 2sek. Hydrostösselgeklapper, 10sek schüttelnder Motorlauf, dann wars überstanden.
Die Geräusche sind nach wie vor da, und ich brauche wohl noch so 14 Tage, bis mich nicht jedes leichte Schütteln oder Vibrieren bis ins Mark hinein erschüttert.
Aus Not macht Tugend: Ich fand es sehr angenehm
nicht das NW-Rad abbauen zu müssen. Die NW geht so einfach rauf und runter....
Hier noch 2 Bilder:
Ericht hat keinen 38er ? Landmaschinen-Noller auch nicht ? Ottos-Unimoggarage eine 38er Nuss aber kein Platz für einen Hebel ? Dann nen 41er mit Blech und Isolierband nehmen. Alternativ den 36 mit der Flex bearbeiten....
Kein Zweiter Mann der die Kette etwas auf Spannung hält während man auf KW-OT dreht ?
Die Buddel ist perfekt !
Lada 212140 (Niva) Bj. 08 -> MPI, AHK 1.9t, Prins VSI LPG, via Lada Deutschland Dacia Dokker Bj. `19
"Steh auf und geh auf die Straße [...] die hinabführt und öde ist, [...] geh hin, und halte Dich zu diesem Wagen !"
Apostelgeschichte 8, 26b+29