Zumal es auch schwer ist einen fähigen Umrüster zu finden, der sich des Problemes annehmen möchte.
Unser Forenmitglied "Eumel" kann davon auch ein Lied singen...
Am Beispiel seines Autos beschreibe ich mal den Swap auf die KME-Diego G3, welche recht günstig in diversen Ebay-Shops zu haben ist...
Gleich eines vorneweg!
Dies ist keine Umbauanleitung!
Vielmehr soll diese Beschreibung nur dem "problemgeplagten Necamfahrer" einen Überblick verschaffen, wie weitreichend ein Umbau sein kann,
und somit bei der Entscheidungsfindung ob man das "selbst in die Hand nimmt", oder ob man an jemanden herantritt, der die nötigen Kenntnisse, Fähigkeiten sowie Voraussetzungen erfüllt.
Nichtredend sind stets die Richtlinien zum Einbau von Flüssiggasanlagen einzuhalten, abschließend hat eine GSP (Gasanlagensystemprüfung) sowie eine Abnahme durch einen aaS (Sachverständigen) gem. § 21 zu erfolgen.
Dem Nichtversierten sei dringend angeraten fachmännische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
So, nachdem "Eumel" über Leerlaufschwankungen, Zündaussetzter, ausgehen des Motors usw. klagte, und vorher schon die relevanten Teile wie Zündkerzen, Kabel, Lambdasonde, Leerlaufsteller usw. geprüft bzw. ausgetauscht wurden, und ein "Gasmann" die Necam-Gaseinblasventile austauschen wollte, holte er zum "Rundumschlag" aus...KME-Diego G3 mit silbernen Verdampfer nebst Software bestellt und stand dann mit dem Paket bei mir vor der Tür...bei dem winselnden Hundeblick konnte ich doch nicht "nein" sagen...
Hier ein Bild von "vorher"

Hier das Gassteuerteil mit Emulatoren

Der Verdampfer ist raus, die Ansaugtrommel auch runter, damit man überhaupt wo rankommt...

Ölsiff von der VDD....(die Chance wurde natürlich gleich genutzt und der Ventildeckel neu abgedichtet)

So, nun kommen wir auch auf den Grund, warum die Necam Gemisch und Leerlaufprobleme hatte:


Das Unterteil und das (eigentliche) Ventil sind zusammengehörig und werden mittels Federspange zusammengehalten.
Der kleine O-Ring (oberes Bild) soll für entsprechende Abdichtung sorgen. Leider härtet der im Laufe der Zeit aus.
Dann besteht die Möglichkeit, weil ja im Saugrohr Unterdruck herrscht, dass dort Nebenluft reingezogen wird, und das Gemisch versaut. Leider ist dieser Fehler nicht stets reproduzierbar, die feinen Vibrationen des Motors scheinen da ein "Eigenleben" hervorzurufen...schon früher gemachte Tests mit Bremsenreiniger verliefen mit zweideutigen Resultaten, damals kannte ich den speziellen Aufbau der verwendeten Injektoren noch nicht.
Hier nun ein Winkelstück für die Einblasung, dort wurden die Injektoren eingeschraubt. (Gewinde M10x1)

Anfangs sollte auch dieses Winkelstück raus, nur wurde der Ansaugflansch so seitlich gebohrt, dass ohne demontage des Ansaugkrümmers kein rausschrauben möglich gewesen wäre....und auch im Ansaugflansch wäre dann ein Gewinde M10...
Also wurden flux mal vier Adapter M10x1 -> M6 gebaut und montiert. Das "blaue" ist Schraubensicherung, und dient gleichzeitig der Abdichtung.


"Zwischarbeit VDD"

Platz für Verdampfer, Absperrventil und Rail gesucht und gefunden.
(Anmerkung...normalerweise würde das Absperrventil mittels Doppelnippel mit dem Verdampfer verbunden werden, geht aber gar nicht, da würde kein Platz an der Stelle sein, der Verdampfer müsste komplett verlegt werden, die Gasleitung auch geändert werden...so ist auch ein "abgesetzter Betrieb" möglich)

Zwischenzeitlich den Einspritzkabelbaum aufgetrennt und den KME Kabelbaum eingeschleift.
An dieser Stelle folgende Hinweise:
Der KME Kabelbaum ist recht kurz gehalten. Das Necam-Steuerteil sitzt quasi hinter dem linken Blinker, dort das KME Steuerteil montieren zu wollen, würde bedeuten den Kabelbaum zu verlängern. Eine gute Stelle für das KME Steuerteil ist in der Nähe der Batterie unter dem Windlauf, dort wo der Map-Sensor der Necam saß.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass bei der Necam der (Benzin)Einspritzkabelbaum nicht aufgeschnitten werden musste, man nutzte die Stecker der Benzindüsen mit passenden Gegensteckern um so die Signale "durchzuschlaufen".


Hier beim kabelsortieren und weiterverdrahten, wie Drehzahl, Lambda (optional), Teperatur, Differenzdrucksensor....

Uns schon fertig...


Ja, der Schalter muss natürlich auch übernommen werden, Tank, Geber, Multiventil, Leitung können bleiben.
Die Einstellung und Kalibrierung hat auch seine Besonderheiten, wenn man von Prins-Gasanlagen verwöhnt ist...
Auf jeden Fall läuft "Schorsch" wieder...und wie ruhig....
Dank an meine seelische Unterstützung, "Jerry"...
