Gestern habe ich auch zum ersten Mal ein Radlager gewechselt, im Prüfbericht war es als leichter Mangel erwähnt und der Mechaniker hat es schon nachgestellt, kurz danach hörte ich erstmals ein neues schleifendes Geräusch.
Nach mehrmaligem Lesen der obigen Anleitung habe ich mir die Lager und Naben besorgt, die Naben (von den Wolga Autowerken) haben fast gepasst, Gustl war so nett sie nachzubearbeiten.
Was oben nicht steht, was ich aber eigentlich schon wissen hätte müssen, ist wie leicht die kleine untere Schraube mit der das Schutzblech am Bremssattelträger montiert ist abreißt. Lässt sich aber gut ausbohren, und Ersatz hatte ich, weil mit beim Zerlegen des 79ers auch nur eine abgerissen ist, und ich so die ganz gebliebene verwenden konnte.
Die Lager habe ich mit einem Abzieher mit Gleithammer gut herausgekriegt (dreiteiligen Innenabzieher, die Mitte mit Küchenrolle ausgestopft daß es hält - keine Ahnung wie das sonst gedacht wäre) , die Lagerschalen mit gemütlichem rundum klopfen mit Durchschläger. Da mein Radlager-Werkzeugset zwar gut aussieht, aber kein Teil genau passt, habe ich die neuen Schalen auf ebendiese Art vorsichtig hineingeschlagen.
Die Traggelenke habe ich wie vorgeschlagen gleich mitgewechselt, die Schrauben des unteren waren etwas widerspenstig, haben sich schlußendlich dann aber doch lösen lassen.
Bei den neuen Traggelenken (Lada original) waren zwar Schrauben dabei, aber alle zu kurz, sodaß ich die alten verwendet habe.
Beim Festziehen der selbstsichernden Mutter gab es auch eine kleine Denkaufgabe - die Kugelbolzen haben sich nämlich mitgedreht sobald der Widerstand der Sicherung zu überwinden gewesen wäre. Nach Zusammenziehen von Achsträger und Kugelgelenk mit zwei kleinen Schraubzwingen war der Bolzen gut genug fixiert und es ging.
Das Einstellen des Radlagers mußte dann doch nach Gefühl erfolgen, zuerst hatte ich zwar geplant es mit der im Handbuch beschriebenen Methode mit Drehmoment zu machen, da mein riesiger Drehmomentschlüssel aber besser zur Selbstverteidigung als für solche Feinarbeiten geeignet ist musste ich davon absehen.
Da die ganze Aktion fast acht Stunden gedauert hat ist es vorläufig bei der einen Seite geblieben, aber es scheint alles funktioniert zu haben, das Rad dreht sich, das Geräusch ist weg und die Nabenkappe bleibt kühl.
Lada 2121/40/U, Bj.09, grün mit weißem Dach, Gepäckträger lang.
Lada Taiga 2121, Bj. 79, Nr. 0056825. Ein Haufen Arbeit.
Lada Taiga 2121, Bj. 78, Nr. 0009991, durch raschen Ankauf erstmal gerettet, bin aber mit dem 79er eigentlich für die nächsten Jahre ausgelastet.
Daher: Wenn die Walzen ausreichend Fett haben und in Ordnung sind, dreht sich unter der Last des Autos immer eher das Lager als dass sich Nabe in der Schale dreht.
Gilt wie gesagt nur für ein intaktes und korrekt eingestelltes Lager...
Denk - immer - daran - mit - dem - Öl - nicht - spar - sam - sein!
Vw T3 Syncro
Verkauft: 2007er 21214 namens Fjodor. 4500lbs Winde, XXL Radlager, Rockslider, Belcard Kardans, Tripode, Stahldiff, manuelle 100% Sperre hinten, kurzes VTG, LiMa und alle Entlüftungen hochgesetzt, selbstgestricktes Fahrwerk, 60mm näher am Himmel, 215/75R15 Grabber X3, Reserverad am Heck
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will nur kurz berichten:
Also ich habe vor dem letzten WE nun mal mein aller erstes mal die Radlager der VA an einem Niva erneuert, und zwar bei unserem eigenem "Igor".
Nötig war es meiner Meinung nach noch nicht umbedingt. Die Radlager hatten erst 117 tkm gelaufen und liefen unauffällig.
Aber da ich gerade das VA Diff getauscht habe und die Antriebswellen auch ( nun endlich beidseitig 24 Zahn Wellen und nen anderes VA Diff mit 4,3 zu 1 Übersetzung und in einer für die 24 Zahn Antriebswellen passenden Variante) war ja eh alles auseinander und da habe ich also die Lager gleich mitgetauscht.
Nabe ging gut raus und auch wieder rein. Gemessen habe ich auch nichts.
Den "Test" soll heißen den Frühjahrstrial in Greevesmühlen bei der ORG Nord hat unser Igor so ausgestattet bestens bestanden.
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Gruß
Horst
Zuletzt geändert von lada-horst am 22. März 2017, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
Passt hier grade gut rein, hatte ja auch wieder eine neue eingelaufenen nachbau-Nabe. Da ich die Nase von der Runterschleiferei voll hatte, habe ich mal eine original Lada Nabe mit original Lager geordert (Ja ist erst mal etwas teurer), "Trocken" zusammen gesteckt, passt wie Arsch auf Eimer! Die Zeit wird zeigen obs auch hält, ich denke aber schon.
Mein Fazit, nur noch original Lada Nabe und Lager!
Hm, ok.
Jetzt muss ich mal ganz dumm fragen: Wo bekommt ihr die ochinoole Nabe und das lager her?
Der nächste Ladahändler will nix verkaufen und is auch nich umme Ecke, zumindest bei mir hier.