ich habe mal wieder was For Science:
Es gibt ja diese omniösen chinesischen LED Arbeitsscheinwerferbalken (von 18 bis 250W). Nun leider haben die oft nicht die angegebene Leistung, so auch bei mir der Fall. Angegeben sind 72W, er schafft aber nur 40W. Also das rechte Endstück abgeschraubt:

Dann alle Schrauben gelöst (die klemmen die Scheibe fest, brauchen also nicht ganz raus wie bei mir):

Und die Scheibe nach rechts rausgezogen. Danach alle Reflektoren ausschrauben:

Und jetzt wirds interessant:

Die LEDs sind immer zu sechst auf eine Platine geclustert und jede Platine enthält zwei identische Schaltkreise. Es sind immer 3 LEDs in Reihe geschaltet und diese werden über den kleinen Chip mit den 6 Beinen gesteuert. Das ist der integrierte Schaltkreis PT4115. Die Widerstände (für den oberen IC R1 und für den unteren R2) sind in Reihe mit den LEDs geschaltet und haben einen Wert von 0,2 Ohm (Aufschrift R200). Über diesen Widerstand misst der IC die Stromstärke, welche durch die LEDs fließt (Shunt-Widerstand) Der Rest der Schaltung ist erstmal nicht von Bedeutung.
Um nun den fließenden Strom zu erhöhen (jeder PT4115 kann maximal 1,2A liefern), muss der Widerstand verkleinert werden, damit der IC denkt, dass weniger Strom fließt, weil weniger Spannung abfällt und deshalb die Ausgangsspannung erhöht. In diesem Fall wäre es nun am einfachsten, auf die Widerstände einen 0,5 Ohm SMD-Widerstand Huckepack draufzulöten. Durch die Parallelschaltung erhält man einen Widerstandswert von 0,15 Ohm, das sollte ca. 1A pro 3er LED Cluster entsprechen, also ca. 3W pro LED. Das sollten die LEDs eigentlich aushalten, weil die Kühlung sehr gut ist (Platine mit Wärmeleitpaste am Kühlkörper) und der Kühlkörper bei 40W auch nach längerer Zeit nicht sonderlich heiß wird.
Da ich keine passenden Widerstände mehr da hab, habe ich meinen erstmal wieder so zusammengeschraubt.