TAG 5:

Die Nacht war kühl und feucht, vom spärlichen Feuer war morgens nix übrig.

Was ein Morgen, zuerst Streicheinheiten und dann Restlessen

Selbstverständlich erweckten wir aufsehen, ist ja doch eine recht ruhige Gegend

... naja, sagen wir ein Dutzend. Nach einiger Zeit mit direktem Blickkontakt sank das Interesse auf beiden Seiten wieder, wir und die Rindviecher widmeten sich wieder dem Frühstück.


Letztes Streicheln, dann gings los- ab in die Nebelsuppe:

Gleich zu Beginn das erste Hinderniss...










... konnte aber umfahren werden.




ENDLICH war es soweit: Schnee- Juhee



Wenige Meter entfernt:

Bald waren wir wieder auf Waldhöhe....

... und es ging weiter stets bergab.










Nach eingen ordentlichen Schräglagen wurde der Weg ebener.... aber nicht minder Zeitraubend







Ein kurzes Stück auf frisch verbreitertem Rückeweg.
















Die Auswirkungen des vielen Regens begleiteten uns bis ins Tal, hier kurz vor Ortseinfahrt.









Niva klang verdächig sportlich, ein Blick darunter bestätigte die Vermutung: gebrochener Auspuff.






Ein Teil der Gruppe suchte eine gewillte Werkstatt, Achim versuchte sich inzwischen beim Fischen von Plastikfaschen aus dem hochwasserführenden Fluss




Schade das Opa weg ist, ihr wart ein gutes Duo!



Wer erratet warum hier so viele von uns herumstreunen? ... niemand, das ist quasi unmöglich: im Keller der Garage befindet sich der einzige Supermarkt weit und breit. Schilder sind hier nicht nötig, jeder weiß wo was ist, Fremde kommen nie her. Die Auswahl war enorm, es war sogar noch ein wenig was übrig als wir losfuhren

Bald sollten wir eindrücklich erfahren warum hier keine Schilder vor Geschäften notwendig sind, warum es niemals nie Fremde hier her verschlägt.... Adleraugen können den Grund schon am folgenden Bild erahnen...





Nach einigen Kilometern über eine verwunschene Betonfeldstraße, an der uns absolut jeder Grüßte, standen wir blöd da. Schranken zu und Videoüberwachung neu installiert. Einfahrt verboten, auch das abbiegen vorbei am Steinbruch zu unserem gewünschten Tagesziel. Also wieder über die 4654645 unterschiedlichst geneigten Betonfelder zurück und neuer Versuch von hinten rum.


Kurzer Halt wegen Waldarbeiten. Sehr kurz, es wurde gerannt um uns möglichst schnell den Weg frei zu machen... und dann auch noch fröhlich gegrüßt. Da fehlen mir die Worte.

Rasch shaen wir die ersten Nebenerscheinungen des riesigen Tagebaues. Hier befinden sich die größten Kupfervorkommen von ganz Europa, beginnend in den 70-er Jahren exzessivst abgebaut, ohne jegliche Rücksicht auf Bevölkerung und Natur.



Selbst bei sehr großem finziellen Aufwand wären diese enormen Umweltsünden noch lange eine Last für die Region. Der ASbbau ist auf ein Minimum zurückgefahren, jede wiederinbetriebnahme bedingt das einhalten moderner Umweltauflagen. Somit wird hier vorerst gar nix passieren, sondern nur weiter Kalklauge in die Giftbrühe geleitet, ähnlich dem berühmten Tropfen auf den heißen Wüstenstein. Wenn ihr die folgenden Bilder betreachtet haltet im Hinterkopf das hierfü+r zwei Ortschaften aufgelassen wurden, die Bewohner hatten 24 Stunden ihre Häuser zu räumen, Ersatzvergütungen gab es nur in wenigen Fällen, und auch da sehr gering. Der See hat eine alles verschlingende Konsistenz und bedrückte enorm.














In diesem einst wunderschönen und fruchtbaren Tal sind die Menschen voll und ganz auf ihre Landwirtschaft angewiesen, auf Hilfe hoffen sie bis heute vergeblich.















Nach sehr bewegenden Eindrücken kamen wir wieder an den Schranken, dismal aber von hinten.... der Herr Aufpasser kam zwar flotten Schritts auf uns zu, aber als ich sein Grinsen sah wusste ich es würde zu keinem Ausreisverbot kommen. Die Weiterfahrt aber verweigerte er uns wehemend, also wieder über die Sprungschanzenstraße runter ins Tal und einige Kilomter auf Asphalt um den Berg herum. Dabei wurde der Regen stärker und stärker, was uns dazu bewegte eine überdachte Schlafmöglichkeit zu suchen.


Gesucht, gefunden! Alle Hotels sind hier um diese Zeit im Jahr leer, zum Glück fanden wir aber eines mit einer Frau welche uns dann sogar Zimmer und warmes Wasser bereitete. Bestes trockenes Holz zum kochen gab es auch, es wurde ein langer föhlicher Abend an frischer Luft aber mit Dach über dem Kopf.


Gruß Jakob














































































































































