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Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 07:26
von peregrino
Moin,
ein guter Bekannter will seinen Qek Junior verkaufen wegen Neuanschaffung.
Mich würde interessieren wie es mit der Ersatzteilversorgung für Fahrwerk usw. aussieht. Welcher Preis ist realistisch für einen gut gewarteten?
Wo liegen die Schwachstellen?
Welche Erfahrungen gibt es mit den Junior Varianten und den anderen Modellen von Qek?
Schon mal Danke im Voraus!
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 07:40
von dirk2111
Moin,
ich hatte in meiner 2CV Zeit mit denen zu tun.
Es gibt 3 Arten von Bremsanlagen:
1. keine dran
2. mechanisch wie eigentlich bei Anhängern üblich
3. hydraulisch (Trabant HBZ an der Deichsel unter einem Blechkasten und Trabant RBZ)
Letztere hatte ich und es war eine Katastrophe. Durch die langen Standzeiten gingen die RBZ immer fest. Hat mir ständig Radlager gekillt wegen Überhitzung. Fett kommt dann raus und verteilt sich in der Bremse... Beläge dann auch hin.
Teile waren seinerzeit über trabbiteile.de oder sowas erhältlich.
Weitere Schwachstelle: Der Holzboden. Gerne durchgegammelt. Dann muss der kpl Aufbau vom Fahrgestellrunter um die Bodenplatte neu zu machen.
Fahrwerke sind super, ist Einzelradaufhängung mit Federn und Stossdämpfer. Lassen sich super ziehen.
Schöne Grüße,
Dirk2111
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 07:45
von dirk2111
Achso und... Preise sind verhältnismässig hoch bei gebremsten Qek.
Werden aufgrund des geringen Gewichtes bei Young und Oldtimerleuten bei Kleinwagen gesucht. Auch Trike Fahrer fahren gerne mit sowas. Nachfrage ist hoch.
Schöne Grüße,
Dirk2111
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 08:29
von Beddong
Wenn ich dass noch richtig in Erinnerung habe, war das Hubdach noch ein Problem beim Junior...die Verschlüsse sind wohl Goldstaub...?
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 19:40
von peregrino
Jo vielen Dank erst mal,
war heute hin,eigentlich nur zum quatschen und den Qek angeschaut. Na ja,dringend suche ich ja nicht.So wie er da steht, nicht schlecht aber eben die Liebhaber Preise!
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 7-220-7930
Der Typ kommt auch zum Uckermark Stammtisch.
Das waren noch Zeiten wie ich in NL nen kleinen Adria für 300 € gekauft habe und 2 Jahre drin gewohnt habe.

Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 19:56
von christian@nivatechnik.de
Hallo Olaf, ein Freund verkauft seinen Niewiadow 126 ... VB 1300,-
Das wäre doch eine vernünftige Alternative, oder?
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 12. Juli 2020, 20:00
von Karsten-65
Der sieht ja aus wie neu . . . und Camping boomt gerade.
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 13. Juli 2020, 05:54
von peregrino
Karsten-65 hat geschrieben:Der sieht ja aus wie neu . . . und Camping boomt gerade.
Sieht echt wie neu aus von außen auch der Unterboden. Stand nur in Gragen auch beim Vorbesitzer.
Im Innenraum Geschmackssache!
Die Ausstellfenster sollen fast nen 1000-der gekostet haben.
Beitrag von
christian@lada-ig.de » 12. Juli 2020, 19:56
Hallo Olaf, ein Freund verkauft seinen Niewiadow 126 ... VB 1300,-
Das wäre doch eine vernünftige Alternative, oder?
Ja! Zumal der Tipp von dir kommt!
Wie gesagt,dringend brauch ich keinen,da ich in näherer Zukunft nur Kurzurlaube machen kann.
Und dort wo ich mal hinfahren will,Dänemark,Mammutpark,Magdeburg,Königsbrück. Habe ich festgestellt das es dort im Umkreis von 30 km ne Vermietung gibt die für 30 €/d auch nen Qek vermieten.
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 14. Juli 2020, 12:58
von Guntram
Das mit den Fenstern stimmt so, schaut mal nach Seitz Fenstern in der Größe, da setzt ihr euch auf den Arsch.
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 14. Juli 2020, 13:38
von Karsten-65
Guntram hat geschrieben:. . . da setzt ihr euch auf den Arsch.
Da sitz ich eigentlich immer drauf.

Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 20. Juli 2020, 19:27
von LAmer DAniel
Also ich fand den gut für den Preis.
Spart viel Arbeit! Der Rest ist wie immer Geschmackssache und schnell geändert, wenn die Basis passt.
Hier im tiefen Westen sind die Dinger echt rar. Ich habe für meinen lange suchen müssen.
Traurig ist, dass viel damals nicht sachgemäß ausgebaut worden sind (Dick Styropor reingeklebt und dann noch HonneckersRache-Teppich drübergeklebt um das Styropor abzudecken). Oder ohne Vorarbeiten (1xWaschen höchstens) Rot lackieren fürs Gewerbe oder zum Spaß. Die Dinger sind damit schon fast unrestaurierbar, wenn man nicht direkt knallhart Professionell drangeht. Oder es ist einem egal, freut sich über den billigen Trümmer der die meiste Zeit eh nur ungenutzt rumsteht.
Dann haben - besonders direkt nach der Wende - viele Qek Sommer wie Winter draußen gestanden ohne Wetterschutz.
Da werden sie spröde von. Alles drumherum ist solide DDR-Technik, also sehr Reparaturfreundlich im Vergleich zu mach westlichem Kollegen. An meinem T3 damals habe ich ihn gar nicht gemerkt. Einmal sogar vergessen und bin dann deutlich schneller als erlaubt über die Bahn geflogen
War aber gut gegangen. Am Lada hatte ich ihn noch nicht, irgendwie ist uns C-19 dazwischen gekommen. Naja, nächstes Jahr eben. Ich würde ihn wiederkaufen. Nur die geringe Zuladung nervt mich ja. Ich glaube, ich darf in meinen nur 100kg zupacken. Deshalb schmeißen wir da immer nur sperrige leichte Sachen rein zur großen Fahrt. Halt Decken, Campingstühle und so. Ich muss da mal gucken ob ich da was ändern kann mit neuer Hardware. Reifen sind eh bald wieder fällig vom Alter her.
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 21. Juli 2020, 15:13
von omo
"Reifen sind eh bald wieder fällig vom Alter her."
Also ehrlich, ich finde die sogenannten "Empfehlungen" der Auto-Lobby total daneben. Ja, ist meine Meinung!

Da gehts doch nur um Verkauf (Wachstum), Kohle machen etc. Meine Frau fährt einen Nissan Micra seit 2003, da habe ich die Sommerreifen dieses Jahr zum 1. Mal getauscht, weil sie abgefahren waren. Sie fährt keine Autobahn mit 130++, warum sollten 10+ Jahre alte Reifen es nicht mehr tun? OK, bin alter Ossi, Mangelwirtschaft etc. Ja, wir sind latürnich nich mehr in 1980er. aaaber, man sollte doch eher mal nachdenken, oder? Wenn ich einen Audi, Porsche usw. schnell mit 200kmh/hr über die Bahn hetzen will, dann machen aktuelle Reifen schon Sinn, aber bei "normalen Autos" finde ich das total übertrieben. Ich habe vor ca. 3 Jahren von einem Forumsmitglied 4 Kama-Reifen im Tausch für ein gutes Buch erstanden, da ist mir die DOT sch...egal. Wahrscheinlich werden die in 2 Jahren aufgezogen und ich bin mir sicher, die tuns für die nächsten Jahre! LG Oliver
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 21. Juli 2020, 15:59
von BabuschkasEnkel
omo hat geschrieben:Sie fährt keine Autobahn mit 130++, warum sollten 10+ Jahre alte Reifen es nicht mehr tun?
Moin,
die Gummimischung altert, verhärtet und der Grip lässt nach. Das ist nicht böse Mache, das ist einfach normal. Und wenn Du keinen Unterschied merkst, hast Du Glück, fährst seehr defensiv oder belügst dich. Ich bin selber schon 11 Jahre alte Reifen gefahren, fand die Bremswege zwar lang aber hielt es für normal. Dann wurden die Dinger echt doll rissig und mussten ersetzt werden - Mein Gott, was für ein Unterschied!
Auf meinem Pflegeoldie sind 20 Jahre alte Reifen drauf, von heut auf gestern löst sich die Lauffläche ab, in Kurven fehlte schon länger der Grip. Gut dass es nicht mein Auto ist, die fünf Reifen kosten mal eben gute 1000€ (der Reservereifen ist über 30 Jahre alt!).
Die Reifen auf unserem neuen Anhänger waren genau 30 Jahre alt und stark porös, leicht vorstellbar, was mit weiterer Nutzung unter Last passiert wäre.
Ich möchte keine Pkw-Reifen fahren, die älter als 10-12 Jahre sind, da ich schließlich nicht nur die Verantwortung für mich trage, sondern auch für meine Mitmenschen!
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 22. Juli 2020, 02:20
von Beddong
Ich fahre z.B. auf meinen Normalos das ganze Jahr Winterreifen (BMW ist seit Jahen mal ne Ausnahme) weil ich nicht genug Km im Jahr mache um zwei Satz Reifen rechtzeitig runter zu Nudeln. Mit den Dingern verhält es sich wie mit Stoßdämpfern...wenn man die selber andauernd fährt bemerkt man keinen Verschleiß (Alterung) weil der Prozess schleichend ist!
Noch eine Anmerkung zur Verhärtung von Reifen: Aus meinen Beschichter-Zeiten kenne ich das Problem von sich verflüchtigenden "Weichmachern" aus Gummimischungen nur zu gut. Bei EP-Beschichtungen (Epoxy) in Garagen, auf denen Autos mehr oder weniger dauernd auf der gleichen Stelle abgestellt werden, haben sich die Beschichtung grundsätzlich gelb verfärbt. Das ist eine Reaktion des Epoxy auf die aggressiven "Weichmacher" in der Gummimischung der Reifen. Erst ein Überzug der Beschichtung mit dem wohl chemisch stabileren PU (Polyurethan) löst dieses Problem.
Re: Erfahrungen Qek Wohnanhänger
Verfasst: 22. Juli 2020, 15:06
von BabuschkasEnkel
Beddong hat geschrieben:Ich fahre z.B. auf meinen Normalos das ganze Jahr Winterreifen
Das habe ich auf meinem Bulli auch gemacht und habe (auch auf Grund einer noch nicht korrekt eingestellten Vorderachse) in 100000 Km und 3 Jahren den Satz gut klein bekommen.
In dieser Zeit gab es 1(!) Fall wo mich die Winterreifen mit ihrem im Sommer wesentlich längeren Bremsweg nervös gemacht haben.
Ich denke aus Kostengründen werde ich wieder Winterreifen ganzjährig fahren, im Wissen, dass es nicht optimal ist...
Mal sehen wie lange die Neureifen auf dem Anhänger jetzt halten werden/müssen/dürfen...
Meine Traktorreifen sind jetzt doch auch schon 12 Jahre alt und stehen noch richtig gut da, da fahre ich aber auch nur 20 Km/h mit.