Ende Januar waren wir auch da, und nach kurzer Wartezeit konnten wir den Lada unbeschadet in Empfang nehmen. Wir sind von Uruguay aus gestartet, über Rosario durch die Pampa an die Küste und von da Richtung Feuerland bis Ushuaia gefahren. Dann die RN40 wieder nach Norden, unzählige Naturparks besucht, auf die chilenische Seite gewechselt und die Carretera Austral hochgecruist. Die meiste Zeit haben wir im Dachzelt geschlafen. Nur da, wo es zu windig oder zu kalt war, sind wir auf Hostels und Airbnb ausgewichen. Das Reisen und das Fahren macht sehr viel Spaß, die Campingplätze und Naturparks sind klasse, die Straßen ganz gut zu befahren, alles dabei, von relativ gut ausgebauter Landstraße bis hin zur kleinen Wellblechpiste.
Und, nun ja, von da war der Plan, langsam die Anden Richtung Santiago de Chile fahren, sich dort mit Freunden treffen und gemeinsam weiter hoch in den Norden, Atacama & so. Danach zurück nach Montevideo, den Lada unterstellen (in Uruguay problemlos bis zu 12 Monate möglich) und später zurückkommen und den Rest erkunden.
Die Realität sah dann so aus, dass wir in Chile bei einem der wenigen Stopps mit Internet-Empfang (das Mobilfunknetz ist nicht so dicht) herausfanden, dass Chile die Grenzen am nächsten Tag dicht macht. Wir sind daraufhin schnell nach Argentinien rübergefahren, und haben uns, als wir erfahren haben, dass wir in verpflichtende 14-tägige Quarantäne müssen, für diese Zeit ein Airbnb in San Martin de los Andes gemietet. Mittlerweile hatte Argentinien auch die Grenzen geschlossen und eine Ausgangssperre verhängt. Am Ende unserer Quarantäne haben wir es nach viel Telefoniererei und mit Hilfe unserer argentinischen Nachbarn geschafft, ein so genanntes Gesundheitszeugnis zu bekommen (es wurde Fieber gemessen….) und die Gendarmerie vor Ort erlaubte uns, nach Buenos Aires zu fahren. Wir hätten 24 Stunden Zeit dafür… und haben es in anderthalb Tagen geschafft (1.800km). Wir mussten eine Provinz umfahren (komplett dicht gemacht) und hatten um die 15 Polizeikontrollen, einmal „Begleitschutz“, damit sichergestellt war, dass wir auch wirklich die Provinz verlassen. Hat alles geklappt, sind aus jeder Kontrolle rausgekommen und durften immer weiter fahren. In Buenos Aires haben wir den Lada für’s nächste Schiff abgeben können und sind mehr oder weniger per Zufall (Anruf anderthalb Stunden, bevor der Flieger abhob) ganz schnell auf einen Rückholflug gekommen. Ohne die Hilfsbereitschaft der argentinischen Menschen, mit denen wir zu tun hatten, wäre das nicht möglich gewesen (Hotelbesitzer, Spediteur, Tankwarte, auch die Polizei war bei allen Kontrollen durchweg höflich)!
Ja, war alles nicht so wie geplant, aber die ersten Wochen waren toll!! Und deswegen ein paar Fotos, relativ unsortiert und umkommentiert.
























































