So, Riemenscheibe und Steuergehäusedeckel ab, Kennenspannerschuh und Kette ausbauen.
Der Schuh sieht genausogut aus wie der Beruhiger. Beides ist der helle, nicht der graphitgraue Kunststoff (Bj 2006, 48700 km):

- Schuh und Beruhiger in gutem Zustand
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Hier jeweils das Neuteil zum Vergleich daneben.
Die Kette ist sichtbar gelängt, lässt sich durch vergrößertes Spiel in den Gelenken auch stärker "um die Kurve legen" als die neue.

- Kette sichtbar gelängt
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Der neue Kettenspanner (war auch im Satz) lässt sich nicht einbauen; die Befestugungsbohrungen sind deutlich versetzt - man sieht es, wenn man die Dichtung drauf legt.

- Neuer Kettenspanner ist Ausschluss
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Na gut, offensichtlich Ausschuss; also kommt halt der alte wieder rein, der funktionierte ja tadelfrei.
Kopf noch mit dem Haarlinial prüfen - kein Verzug erkennbar. Alles schön saubermachen - beim Ölleitungen durchblasen feststellen, dass die Ölleitungsmimik der Hydros ja einfach nur zusammengesteckt ist - und wieder zusammenbauen.
Erst den Kopf drauf, Schrauben schön in vier Stufen nach Handbuch anziehen. Kette aufs NW-Kettenrad hängen, einbauen; Beruhiger und Spannschuh einbauen. Hydros nebst Ölleitung einbauen, Nockenwelle mit Tunnel aufsetzen. Schrauben schön der Reihenfolge nach anziehen. Nockenwelle auf Markierung drehen. Dabei (vermeintlich) feststellen: aha, ist ja praktisch; da haben die bei der Markierung auch gleich den Pinöreke für den NW-Sensor mit drangenagelt; pfiffig!) - Eine andere runde Markierung war nicht zu sehen ...
Kurbelwelle (war vorher "quer" gestellt) auf Markierung (also OT zyl 1 und 4) drehen. - Nanu, geht nicht ... Seltsam. Kann's denn sein, dass man die Hydros vorher zusammendrücken muss? Hatte irgendwie sowas im Forum gelesen. Find's gerade nicht; aber es könnte ja schon sein - wenn die "zu lang" sind, könnte sich ein "negatives Ventilspiel" ergeben - also die Ventile gehen nicht ganz zu bzw zu weit auf; und dann stehen offenbar die vom vordersten Zyl, die ja dann in Überschneidung sind, am Kolben an. - Na sieh mal an, hätte gar nicht gedacht, dass es da so eng zugeht in den Brennräumen; ist doch eigentlich ein kreuzbraver Normalbenzinmotor. - Naja, blöd gelaufen, also NW nochmal ab und Hydros raus. Alle im Schraubstock zurückdrücken. Braucht Geduld, das Öl will da gar nicht so gern raus. Danach fühlen sie sich weich an, die Kugel lässt sich bis ganz rein drücken. Alles wieder zusammenbauen. Kette drauf, durchdrehen - Plog! - Ja, wie jetzt? Wieder? - Nochmal die Hydros alle druchprobiert - zwei oder drei sind schon wieder ziemlich weit ausgefahren und fühlen sich hart an. Kann es sein, dass ...? Also wieder auseinander, Hydros nochmal raus, zusammengedrückt. - Na, das ganze dann noch ein paarmal.
Denn ratloser Anruf bei Mats - der hat ja kürzlich auch da rumgebaut, mit Kopfdichtung und so. Wir reden ein bisschen, kommen aber beide auf keine so recht befriedigende Idee, was da los sein könnte. Ich schwöre alle heiligen Eide, dass die Steuerzeiten richtig eingestellt sind. Also Bitte! Bin doch nicht blind, dass ich diese wirklich deutliche Markierung nicht sehe! - Mats probiert life am Telefon, wie sich seine (ausgebauten, er hatte neue reingemacht) Hydros beim Zusammendrücken im Schraubstock verhalten: genau wie meine. Also kein Ausnahmezustand erkennbar.
Das ganze nochmal probiert; geht immer noch nicht.
Also nee, Sch...-Markierungen. Jetzt machen wir das mal auf die klassische - KW auf OT, Nocke auf Überschneidung Zylinder 1. Und siehe da: die steht ja jetzt ganz anders im Tunnel. Meine beschworene Markierung war nämlich keine gewesen, sondern nur der Pinorekbefestigungsstift. - Aber jetzt, wo eich weiß, wo sie sein sollte, kann ich auch die wirkliche Markierung erkennen; schwach zwar, aber eigentlich zweifelsfrei ... Mannomann, hab ich den echt falsch zusammengebaut, wie blöd kann man denn sein ... Nochmal richtig zusammengebaut - und siehe da: jetzt lässt sich das auch alles schön zusammensetzen und der Motor dreht auch durch. Wie man so sagt: kaum macht man's richtig, schon geht's!
Also alles zusammengebaut,. Wasser rein., Öl rein. Erst mit Anlasser ohne Kerzen Öldruck aufbauen. Kerzen rein - und Probelauf. - Läuft aber wie ein Stück Sch ... Nochmal aus, Kerzen raus, Kompression prüfen. Zyl 1, 3 und 4 haben um die 9-9,5 bar, der zweite nicht mal ein einziges. Nochmal alles durchüberlegt: kann's echt sein, dass ich da beim Druchdrehen von Hand schon die Ventile krumm gedroschen habe? Aber ich hab doch gar nicht fest ...
Christian angerufen, ob man denn die Hydros vor dem Einbau jeweils rücksetzen muss. Nö, meint er, hätte er noch nie gemacht. - Ich bin ratlos, hab keinen blassen Dunst von Hydros, hatte noch nie ein Auto mit sowas ... C meint, ich könnte ja nochmal die NW ab machen und probeweise die Hydros von Zyl 2 (der keinen Druck hat) zB in Zyl 3 einbauen und umgekehrt - und gucken, ob der Fehler mitwandert. Also nochmal NW ab, Hydros tauschen, NW wieder dran. Na, ein gewisser Erfolg ist erkennbar: danach hat KEINER der Zyl mehr Kompression im messbaren Bereich. Wenn man die Schrauben der NW aber ein, zwei Umdrehungen aufschraubt, so dass sich die NW ein Stück abhebt, ist alles grün. Also doch Negativentilspiel ...

Und nochmal alles auseinander, Hydros supersorgfältig ganz zusammendrücken und alles wieder ganz sorgfältig montieren. - Und siehe da: nun haben alle Zyl Kompression, und nach dem Start läuft der Motor auch. Rasselt anfangs noch bissel, weil die Hydros offenbar noch nicht ganz entlüftet sind. Läuft aber ansonsten tadelfrei!
Endlich!
Auf diesem Weg nochmal GANZ herzlichen Dank an Mats und auch an Christian, die mir mit ihren Überlegungen und Ratschlägen am Telefon wirklich SEHR geholfen haben.
Gruß
Tommy
PS/Epilog: Auto läuft wieder gut; aber leider zeichnet sich der nächste Fahler schon ab: das flexible Ausuffrohrstück vor dem Kat bläst. - Gips da irgendeine Möglichkeit, das zu reparieren? Oder muss man das neu einschweißen

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