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Re: Temperatur geht durch die Decke...

Verfasst: 25. Mai 2017, 09:01
von christian@nivatechnik.de
nuse hat geschrieben: Und farcyde :keine Angst, nur Mut, Schrauberskills kommen vom machen.
...ganz genau!
nuse hat geschrieben:Jep, meine Rede,"Thermostat getestet?"
zumal das ohne Werkzeug/Lesegerät kaufen möglich ist (Kochtopf) und die Sicherheit gibt, daß mechanisch alles i.O. ist. Es reicht ja schon, daß er nur ein Stück öffnet: alle Schläuche warm, aber Trotzdem ist die Kühlleistung des Systems kritisch.

Re: Temperatur geht durch die Decke...

Verfasst: 25. Mai 2017, 13:21
von locomp
Ich bin gerade dabei, auch einen Beitrag zu diesem Thema zu schreiben, bin aber noch nicht fertig.

Ich stimme Christian in dieser Aussage voll zu:
christian@lada-ig.de hat geschrieben:Ist der mechanisch/thermodynamische Ansatz eigentlich überhaupt mal in Betracht gezogen worden? :shock:

........

Hallo Alex,

ich hatte bis vor kurzen die gleichen Fehlersymptome wie Du hier beschreibst. Ich kann Dich erstmal beruhigen, das Problem ist lösbar.

Es wurde hier im Forum schon oft angesprochen, das es zwei Temperatursensoren im "System" Niva gibt. Der eine Sensor sitzt am Motorblock und dieser gibt seine Werte an das "Meßinstrument"
im KI weiter. Diese direkte Anzeige macht ja auch Sinn, weil man ja als Operator seines Reaktors äh Motors dessen Kerntemperatur zeitnah und genau kennen sollte, um schlimmers zu verhindern!
Dieser Sensor ist völlig unabhängig vom Steuergerät!!!

Der zweite Temperatursensor der seinen Platz am Auslaufstutzen hat, gibt mal vereinfacht gesagt seine Temperaturmeßwerte an das Steuergerät weiter.
Dieser Sensor macht sozusagen eine Bestandsaufnahme der Maßnahmen des großen Kühlkreislaufes für die Kühlung des Motors in Form eines Temperaturwertes des Kühlmittels an genau dieser Stelle(Auslaufstutzen)!
Was mach nun das Steuergerät? Es schaltet den bzw. die elektrischen Lüfter an, wenn ein vorgegeben einprogrammierte Temperatur(in diesem Fall 101°C) überschritten ist.

:!: Aber nur wenn Deine zusätzliche Schaltung keinen Murks macht! Hast Du die selbst eingebaut? Ich Frage deshalb , weil das schon erheblicher Eingriff in das Regelsytem ist! Denn Tipp, diese zusätzliche Fehlerquelle abzuschalten, haben Dir ja schon andere Forumsmitglieder gegeben.

Das die Temperatur überhaupt erst auf 101°C steigen kann, geschied aber nur, wenn alle Faktoren die zur Absenkung der Temperatur beitragen, wie Fahrtwind, Außentemperatur, Durchflußgeschwindigkeit der Kühlflüssigkeit, die Fläche des Kühlers, voll geöffnetes Thermostat usw. im großen Kühlkreislauf nicht mehr ausreichen!

Die elektrischen Lüfter unterstützen sozusagen den großen Kühlkreislauf! Und diese Unterstützung sollte eigendlich nur für kurze Zeit sein.

Die Unterstützung durch die elektr. Lüfter funktioniert aber nur, wenn alle mechanischen Baugruppen und thermodynamischen Bestandteile des großen Kühlkreislaufes, wie Kühler, Thermostat, Wasserpumpe, Kühlerdeckel, Schellen, Kühlmittel und Kühlmittelmenge uneingeschränkt funktionieren bzw. vorhanden sind.
Ansonsten siehe oben, die Temperatur steigt weiter.

Ich persönlich hatte mir schon ewig vorgenommen mal den Kühlkreislauf wieder in "Ordnung" zu bringen!

Ich habe folgende Teile gewechselt: Wasserpumpe, Schläuche , Schellen , Thermostat, Kühlmittel (mehrmals) und Kühlerdeckel

Im Kühlereinfüllstutzen hatte sich schon ein Art braune geruchslose Pampe angesammelt. die sich nach Beseitung nach kurzer Zeit wieder ansammelte!
Ich mußte davon ausgehen, das sich dieser Dreck in alle Komponenten des Kühlssytems verewigt hat.
Ich denke diese ist entstanden durch "unglückliches" vermischen von Kühlmittel! pl,,

Die Wassepumpe hatte axial schon ein erhebliches Spiel und wurde durch einene empfohlene Hebu ersetzt.

Das Thermostat klemmte manchmal und war im Schellenbereich undicht. Nach 70000km sah es auch nicht mehr schön aus!
termo1.JPG
termo1.JPG (114.86 KiB) 2071 mal betrachtet
termo2.JPG
termo2.JPG (117.34 KiB) 2071 mal betrachtet

Die Lichtmaschine war von außen schön "pupstrocken" aber wie erfahrungsgemäß zu erwarten , die Diodenplatte war schön "aufgeblüht" und hat dadurch 0,6V "verbrutzelt".
Also Alex schau auch mal unter die "Haube" der Lichtmaschine! Die Bypassmethode mit dem Massekabel hilft, aber nur temporär!

Fortsetzung folgt......

Re: Temperatur geht durch die Decke...

Verfasst: 27. Mai 2017, 07:34
von farcyde
Na aber hallo, DAS nenn ich mal ausführlich. Vielen Dank für Deinen Post!

Meiner hat erst ca 10' km runter, daher hätte ich dem Thermostaten jetzt erstmal vertraut, ich hab mal auf blöd einen neuen bestellt, der sollte kommende Woche eintrudeln, und den werd ich wohl auch einfach mal einbauen. Die Kühlflüssigkeit ist in Ordnung, wurde aber auch schon 1 x getauscht. Meine "Zusatzschaltung" ist bereits seit letzter Woche zu Testzwecken abgeklemmt und ausser Funktion. Bleibt, die Haube der Lichtmaschine abzunehmen, auch das wird dann wohl die nächsten Tage zusammen mit dem Thermostaten passieren.

Ausserdem bin ich mit dem angeschlossenen OBD-Gerät rumgefahren und (ich bin erleichtert, dass das Deiner Angabe entspricht) die Lüfter gehen zuverlässig bei ca. 100°C an. Allerdings zeigt das (Massepunktgeprüfte) Kombiinstrument da schon sowas 120 °C an. Naja, soll mir ja recht sein, solange's funktioniert... Ich schätze langsam wirklich, dass eigentlich auch alles in Ordnung sein könnte, aber die Anzeige einfach spinnt. Mein kürzlich aus dem Internet gezogenes und leider etwas veraltetes Werkstatthandbuch beschreibt wie man den Temperaturgeber für das Kombiinstrument zu prüfen hat. Nur: Wo sitzt denn der eigentlich?? o--.

Wenn Thermostattausch und LiMa-Kontrolle jetzt auch nichts zutage fördern sollten geb ich's glaub ich auf. Unter'm Strich läuft er ja im Moment wieder brav. Wie sagte Gott am siebten Tag der Schöpfung? "Ach scheiß drauf. Das lass ich jetzt einfach so..." :mrgreen:

Schöne Grüße und schönen Dank,

- Alex

Re: Temperatur geht durch die Decke...

Verfasst: 27. Mai 2017, 07:56
von easyrider110
Temperatursensor fürs KI sitzt neben der 4. Zündkerze im Zylinderkopf, grünes Kabel.

Re: Temperatur geht durch die Decke...

Verfasst: 27. Mai 2017, 17:53
von dumeklemmer
Den Temperaturfühler (einpolig) für das KI kannst Du ganz einfach mit einem Multimeter durchmessen.
Die entsprechenden Temperatur/Widerstandswerte finden sich auf Seite 175 der Werkstatthandbuches.
Vielleicht ist ja auch nur der kaputt und deshalb wird die Temperatur im KI falsch angezeigt?

VG
Mark

Re: Temperatur geht durch die Decke...

Verfasst: 31. Mai 2017, 18:50
von farcyde
Zwischenstand: Sorry, bis zum Wochenende werd ich GAR NIX machen außer arbeiten. Ich geb laut... Danke jedenfalls für die Tips zum Durchmessen.