Zum aktuellen Stand:
im Zusammenspiel mit EFIliveV4 verrichtet das Interfache zwischenzeitlich nicht nur bei mir gute Dienste.
EFI-live besitze ich mittlerweile als Vollversion. Regestrierungsdaten dazu gibt es im Internet. Das muss als Info reichen.
Mit dem Endurofant habe ich viele lehrreiche Mails geschrieben und anfangs das Tech1 tatsächlich unterschätzt.
Was wir bisher können:
* sämtliche Fehler und Sensorwerte mit EFIlive auslesen, anzeigen und zum Teil grafisch darstellen.
* dank der NIVATEST.xml vom Turbonutter (
http://ladaniva.co.uk/) verstehen wir das ALDL-Protokoll des Lada (im Mode 0x01) zu gut 80% (unten mehr).
Was wir bisher NICHT können/verstehen/wissen
* Fehler löschen (möglicherweise kann ich das aber schon in den nächsten Tagen)
* den Zustand der Aktoren (Lambdasondenheizung, Lüfter, Benzinpumpe, Aktivkohlefilter, Saugrohrheizung) abfragen (Leerlaufregler ist bekannt). Diese Daten verstecken sich wahrscheinlich im ALDL-Protokoll, was wir lesen können. Sie müssen nur noch gefunden werden. Der Turbonutter hat sie auch noch nicht gefunden.
* Aktoren aktiv ansteuern (schreiben ins ECU haben wir im Allgemeinen noch nicht versucht, mal sehen ob wir das überhaupt wollen)
Infos zum ALDL-Protokoll:
Man "spricht" das ECU an und "wünscht" sich einen Modus. Der Wichtigste dürfte "0x01" sein. Man sendet also mit 8192Baud und TTL-Pegel (vom Rechner aus am besten über das Interface) den initialisierungsstring "$F4,$57,$01,$20,$94" wobei die "01" für den Modus steht.
Das ECU antwortet sofort mit einem String aus 68Bytes, der folgendermaßen aussehen kann:
$F4,$97,$01,$19,$6D,$40,$04,$00,$79,$46,$11,$03,$28,$07,$6E,$00,$00,$0C,$75,$EA,$78,$23,$6A,$06,$06,$50,$00,$F4,$7B,$76,$93,$51,$C6,$85,$94,$00,$00,$00,$7C,$88,$70,$01,$0D,$B7,$00,$00,$9D,$00,$00,$CB,$00,$20,$E9,$10,$81,$01,$A0,$6F,$00,$00,$04,$A4,$09,$80,$0B,$45,$13,$00,$E7
"$F4,$97,$01" ist sinngemäß nur die Antwort, dass der Befehl verstanden wurde, "$19,$6D" ist die Eprom-ID, ab dann geht es mit Byte 3 (hier $40) mit den einzelnen Werten weiter. Diese am besten in EFIlive in der nivatest.xml nachschlagen.
Zur Erklährung picken wir uns beispielsweise Byte 6 heraus, die Kühlwassertemperatur. Der Wert ist hier $79 (hexadezimal), in dezimal übersetzt ist dieser Wert 121. Dank nivatest wissen wir, dass wir noch einen Faktor von 0,75 anwenden müssen und kommen somit auf 90,75 und haben somit schon eine Temperatur. Wir wissen, dass der Offset (also praktisch Skalenbeginn) -40°C ist und ziehen von 90,75 noch 40 ab und kommen auf eine Kühlmitteltemperatur von 50,75°C
Zur Übung nehmen wir noch Byte 31, die Bordspannung. $85 entspricht dezimal 133. Der Faktor ist hier 0,1, also 13,3, einen Offset gibt es nicht. Die Bordspannung beträgt 13,3V
Die Ausgabe in diesem Modus ist immer die selbe, egal, ob man mit Tech1, dem PC oder mit einem Mikroprozessor kommt. Kommt man mit dem PC, ist es egal, ob man mit EFIlive, einem Terminalprogramm oder selbst geschriebener Software kommuniziert.
Vor mit liegt gerade ein praktisch fertiger Testaufbau mit Mikroprozessor und Display, der im besten Fall mal sowas werden soll wie ein "kleines" Diagnosegerät und Fehler und aktuelle Sensorwerte anzeigen soll (Kosten dafür bisher im kleinsten zweistelligen Bereich). Ob ich das jemals lauffähig kriege, werden wir sehen. (Schaltplan von
http://lukeskaff.com/wordpress/wp-conte ... erface.pdf Seite 32)
So, das erst mal zu meinem aktuellen Wissensstand. Ich werde die einzelnen Bytes der ALDL-Ausgabe bald mal auflisten. Dort gibt es noch viele Punkte, die ich nicht verstehe und außerden müssen ja noch die Aktorenzustände gefunden werden.
Die meisten "Schrauber" werden hier nicht viel verstanden haben, aber ein paar Mitstreiter sind vielleicht doch noch dabei.
Im besten Fall lockt ja ein nettes selbstgebautes Diagnosegerät, dass wir nach eigenen Wünschen designen und programmieren können
