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Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 12. Juli 2011, 12:41
von Sebastian / endurofant
der hintere Abgang am Motorblock wo es weiter "in der Spritzwand verschwindend" geht? Auch dort erst sehen ob es zwischen Schlauch und Stutzen suppt (Schelle nachziehen oder erneuern) oder prüfen ob der am Motor angeschraubte Flansch undicht ist (Papierdichtung).
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 12. Juli 2011, 19:53
von Jaberwok
So kurze Zwischenbilanz:
Ich bin nach der Schicht direkt zu meinem Lieblings mechaniker gefahren und habe den ein Auge werfen lassen... Der drückte kurz oben am Kühlerschlauch rum und meinte: " Der ist zu hart da macht das Ventil (am Kühlerverschluß nicht auf - oder die Entlüftung des Ausgleichsbehälters ist zu). Also alle Spuren beseitigt mit Gieskanne und einem Lappen - Dann laufen lassen .
Bei offenem Kühlerdeckel alles dicht.
Also haben wir beschlossen den Deckel mal notzuoperieren und das Ventil mit der Flex zu entsorgen. (Einen neuen bestell ich morgen bei Parts). Den Sensor haben wir vorsichtshalber mit Dichtmasse eingesetzt und bis dato ist alles dicht und scheint auch so zu funktionieren. Kühlflüssigkeit hab ich nachgefüllt und beobachte das mal morgen. In der Hoffnung das das das Prob war.
Ich werde über den weiteren Verlauf berichten.
Danke erstmal!
Cu Achim
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 12. Juli 2011, 21:24
von powdersnow
Ui, das kommt mir ja gar nicht bekannt vor
Toi Toi Toi das bei dir die ZKD noch heil ist
Gruß Jakob
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 12. Juli 2011, 22:21
von Jaberwok
Hallo Jakob das hoff ich auch! Ich habe nicht die Ahnung um das selbst zu reparieren noch habe ich die Kohle um das zu beauftragen geschweige denn die Brocken zu kaufen ...
Irgendwie klebt mir dieses Jahr die Scheiße am Hacken ...
Aber ich bin eben noch mal 20 km gefahren. Keine Wolken hinten der Kiste, der Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter ist konstant und die Temperaturanzeige steht festgenagelt auf 90° . Der C-Reader zeigt nämliches an ....
Ich drück mir mal die Daumen ....
Ich bin Sa und So insgesamt knapp 1000 km Autobahn gefahren. Wenn es verrecken wollte hätte es da die besten Voraussetzungen gehabt. Ich hoffe mal das ich Glück hatte.
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 13. Juli 2011, 09:23
von Sebastian / endurofant
Jaberwok hat geschrieben:drückte kurz oben am Kühlerschlauch rum und meinte: " Der ist zu hart da macht das Ventil (am Kühlerverschluß nicht auf - oder die Entlüftung des Ausgleichsbehälters ist zu)
Ein BJ2010 und schon der Kühlerschlauch verhärtet. Das macht mir Angst.
Durch drücken am Schlauch kann man zwar nicht den Zustand des Kühlerverschlussventils beurteilen aber durchaus möglich das die Dichtung im Ventil "klebt" oder der Federdruck zu hoch ist um das Ventil rechtzeitig öffnen zu lassen. Bei einem 2,50EUR Artikel kann man nicht viel erwarten.
Der Dichtlippenspalt im Ausgleichbehälterentlüfter (Deckel) ist entweder gar nicht aufgeschlitzt oder verkehrt herum montiert.
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 13. Juli 2011, 09:57
von Jaberwok
Guten Morgen Sebastian!
ICh kann Dich beruhigen der Schlauch ist völlig in Ordnung und nicht verhärtet. Er ließ sich nur nicht mit den Fingern zusammendrücken, weil (zuviel) Druck drauf war. Wir konnten den Ausgleichsbehälter bei laufendem betriebswarmen Motor öffnen ohne das es gespritzt hat bzw. sich der Pegel im Ausgleichsgefäß geändert hätte - Also schließe ich daraus das das Ventil am Deckel des Kühlers nicht aufgemacht hat ( Wie mein Lieblingsmechaniker diagnostiziert hat).
Wie gesagt nach der Operation (Ventil absägen) war alles wieder ok - es tritt keine Brühe mehr aus und der Pegel im Ausgleichsgefäß verändert sich je nach Temperatur des Kühlmittels. Luft sollte keine mehr drin sein und ich habe heute morgen nochmal einen 1/4 L nachgefüllt ins Ausgleichsgefäß und eine Markierung angebracht. Ich kontrolier im Moment vor und nach der Fahrt den Pegel ....
In der Hoffnung das meine ZKD es überlebt hat, worauf kann/ soll ich noch achten?
(Evtl. blöde ) Frage: Wenn ich mir jetzt einen neuen Kühlerdeckel bestelle - woran kann erkennen ob der in Ordnung ist? Weil der meinige war ja auch nur 7800 km alt und hat im "Handbetrieb" mechanisch das gemacht was er sollte. Allein die Feder war auf einen Druck von deutlich > 1,5 Bar ausgelegt ... . Kann man da vorher was testen?
LG Achim
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 13. Juli 2011, 12:11
von Timo
Jaberwok hat geschrieben: Wir konnten den Ausgleichsbehälter bei laufendem betriebswarmen Motor öffnen ohne das es gespritzt hat bzw. sich der Pegel im Ausgleichsgefäß geändert hätte - Also schließe ich daraus das das Ventil am Deckel des Kühlers nicht aufgemacht hat ( Wie mein Lieblingsmechaniker diagnostiziert hat).
Vielleicht hab ich obigen Satz falsch verstanden, aber der Deckel vom Ausgleichsbehälter lässt sich
immer ohne Zischen oder Pegelschwankung öffnen. Der Ausgleichsbehälter ist drucklos (und der Deckel nur über eine Gummilippe mit der Außenwelt verbunden). Selbst wenn der Kühlerverschluss defekt ist (dauerhaft offen oder dauerhaft zu).
Grüßle
timo
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 13. Juli 2011, 13:41
von Jaberwok
Nee ich hab mich nicht richtig ausgedrückt.
Die 1. Vermutung war das der Deckel des Ausgleichsbehälters dicht ist - sich also da Druck aufbaut. Da das aber nicht der Fall war (und auf dem Schlauch Druck war) kamen wir auf das Ventil des Kühlerdeckels.
Auf jeden Fall hab ich einen neuen Deckel bestellt und hoffe der funktioniert ....
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 13. Juli 2011, 17:42
von powdersnow
Nur das beste wünsch ich dir und deinen Niva! Auf daß der Wasserspiegel ab jetzt gleich bleibt!
Weiße Wolken hab ich bei mir beim jetzigen Wetter auch nie gesehen, nur einmal an einem kühlen Regentag in den Bergen. Dafür wie groß das Leck war hätte ich eigentlich mächtigste weiße Wolken erwartet. Scheint kein guter Anhaltspunkt zu sein.
Gruß Jakob
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 16. August 2011, 22:26
von locomp
Ich habe heute mal mein Ersatzrad abgebaut und mit erschrecken festgestellt, daß ich genau wie auf den Bilder von achim ( Stelle am Sensor und An der Wasserpumpe bzw. dem Kühler In Fahrtrichtung ) Kühlmittel habe. Also 1:1 gleiches Schadensbild. .-.
Ich habe jetzt knapp 10000km runter und die nächste Inspektion steht an!
Ich habe zwei Frage: Mit welchen Mittel kann ich bei den Sensor bzw. an den Schlauch oder der Buchse die Kühlmittelablagerung beseitigen (wasser) um
zu sehen, ob noch was austritt?
Wo genau findet ich die Stelle, die Sebastian als Sollbruchstelle bezeichnet? Da will ich auch mal nachschauen, finde ich aber nicht!
LG Uwe
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 16. August 2011, 22:56
von wLADAmir
christian@lada-welt.de hat geschrieben:GH831 hat geschrieben:Sieht man diese "Sollbruchstelle" von unten?
nein
GH831 hat geschrieben:kann man die auch löten?
wenn man kann, kann man...Schweißen geht aber auch..
Sollte man die vorsichtshalber verstärken, bevor sie ab ist?
Gruß,
Tobias
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 16. August 2011, 23:48
von Sebastian / endurofant
was willst du da rumbasteln wenn alles (noch) funktioniert. Man könnte Prüfen ob das Teil spannungsfrei verschraubt ist. Aber bei den MPI´s kommst dort kaum ran.
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 24. August 2011, 21:27
von Stubenförster
Tja, ..... mein 1. posting hier ....,- ist mir aber ein inneres Blumenpflücken.
Bei meinem 96-er 1.7i trat vom 1. Tag an irgendwo Kühlwasser aus. Es zeigte sich auf der BF-Seite auch an einer Ecke des Bleches, welches den Motorraum nach unten schließt. Egal was ich auf diese Ecke zum Schutz auch machte, irgendwann war es wieder weg.
Im laufe der ersten jahre fand ich an Aluteilen die die Wasserschläuche verbinden, Grat, der entfernt wurde. Daß ich einen Hotfrog (Scheibenwasser-Heizer) in den dicken Kühlerschlauch dicht hinter dem Kühler verbaute, vergrößerte die Gesamt-Undichtigkeit weiter.
Etliche Jahre goß ich immer nur mal wieder nach.
2006, also nach 10 Jahren, tropfte innen Kühlwasser in den BF-Raum und ich muste Einschreiten. Die Sache zog immer weitere Kreise und schließlich argwöhnte ich eine undichte Zylinderkopfdichtung, konnte jedoch im Vorfeld nichts typisches finden.
Es zeigte sich dann nach Abbau des Zylinderkopfes, daß wohl schon vom Werk aus eine völlig ausschüssige Zylinderkopfdichtung (im Bild rechts, links die neue) verbaut worden war und ständig Wasser in Richtung Krümmer unauffällig austrat.
Ein Glasfaserendoskop wurde in diesem Zusammenhang angeschafft.
Ich habe alles penibelst gereinigt und imprägniert, Schäden sind wohl nicht entstanden. Ich bin mir auch heute nicht sicher, wie dicht das Gesamtkühlsystem jetzt ist, völlig dicht offenbar nicht.
Verdachtsstellen habe ich mit Küchentüchern umwickelt, in denen sich das, nichttrocknende, Äthylenglykol sammeln muß, wenn es austritt.
Bild 4 ist Off-Topic, zeigt aber den Wartungslevel nach 15 Jahren. Fahrzeug ist völlig rostfrei und klebt überall von Wachs, Fett und Silikonöl-/Fett.




Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 24. August 2011, 22:20
von wLADAmir
@ Timo: Wenn Du dachtest Du hättest eine Rostphobie, dann schau Dir mal Bild #4 an....
@ Stubenförster: Du hast meinen vollen Respekt.
Gruß,
Tobias
Re: Schleichender Kühlmittelverlust
Verfasst: 25. August 2011, 09:05
von Timo
wLADAmir hat geschrieben:@ Timo: Wenn Du dachtest Du hättest eine Rostphobie, dann schau Dir mal Bild #4 an....
Also da müsste man in der Tat noch ein wenig nachbessern....
Grüßle
timo