Hallo an alle,
nachdem wir aufgrund einer ausführlicher Schwedt-Besichtigungstour verspätet ankamen, wurden wir ganz lieb von Michel und Bibi begrüsst und dann warteten wir auf die Berliner, aber nicht lange...
Das Wetter war sehr windig aber zum Glück trocken und ich habe sogar ständig Sonne gesehen leider immer von vorne.
Mit Serienwinterbereifung, Untersetzung, Differentialsperreging es dann auf die Bahn. Um sich einer Fahrt auf der Bahn würdig zu erweisen musste erstmal ein steiler, langer, matschiger Anstieg bezwungen werden. Versuch um Versuch wurde unternommen um dieses Kolloß zu bezwingen. Immer weiter wurde die Drehzahl erhöht um in den Bereich des maximalen Drehzahlmoments zu kommen. Wie ein Mantra murmelte man immer wieder Horst weise Worte: "... ja der hat einen Drehzahlbegrenzer"...
...und dann war es geschafft, man war oben! Ein Gefühl... endlich geschafft! Stolz auf sich selbst und das Auto! Ein Gefühl was genau 1 Sekunde anhielt! Dann klarte der Blick wieder auf und man realisierte, dass das was man gerade geschafft hatte, nur ein Puzzlestein der ganzen Bahn war. Matschige Auffahrten die mit Schwung genommen überhaupt kein Problem wären aber kurz vor der Anstiegskante noch kleine Wälle enthielten. Abfahrten deren Buckel den kleinsten Bremsfehler sofort mit Querstellen bestraften und dazwischen fieser Matsch, der das Fahren schwer machte und das Gehen auf der Bahn unmöglich.
So kam es auch das jeder nach erfolgreicher Runde erstmal von der Bahn fuhr und seinen Zuckerhaushalt auffüllte.
Beim zweiten mal fahren mit abgesenkten Luftdruck und etwas trockenerer Bahn war es nur noch halb so schlimm, beim dritten mal ohne Sperre war es sehr viel kontrollierter.
Danke nochmal an Patrick für den Tip mit dem Luftdruck, manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht!
Danke auch an die Anhaltiner Brüder fürs teilen der Info mit der Sperre.
Von sowas lebt so ein Treffen, darum kommen wir immer wieder gern, vom Teilen eigener positiver wie negativer Erfahrungen, welche man sich abhört, drüber nachdenkt, selber probiert und dann seine eigenen Erfahrungen macht.
Da Bro sich diesmal irgendwie nicht durchringen konnte sein Fahrzeug richtig kaputt zu machen, er es aber wenigstens versuchte, erklärte ich mich bereit. Um den Reifenwechsel am lebenden Objekt erklären zu können, fuhr ich mir ganz selbstlos Sand zwischen Felge und Reifen. Dank Reserverad alles halb so schlimm.
Danke nochmal an alle helfenden Hände das war fast Formel 1 reif!
Also was haben wir gelernt THM
1.) Nivatreffen sind super!
2.) Schwedt ist gar nicht so polnisch und auf jeden Fall eine Reise wert!
... Murphys Niva-Gesetze:
* Wenn du durch Luft absenken mehr Fahrspaß hast, dann wird der Sand einen Weg zwischen Reifen und Felge finden!
* Wenn deine Kupplung schon angeschlagen ist, gehts nach Hause nur bergauf und jede Ampel wird rot sein!
Also in diesem Sinne danke an alle für dieses wunderbare Treffen!
Uli+Wiebke