Ich bin ein Fan von Pickups und würd' was 'drum geben, einen Niva-Pickup in Deutschland fahren zu können. Gibt's aber nicht. Also habe ich mich mal für den VW-Amarok mit zuschaltbarem Allrad, Gelände-Reduktionsgetriebe und Sperren interessiert. Nur der auf max. 163 PS zweimal aufgeladene knapp 2,0 l Diesel überzeugte mich trotz relativ geringem Verbrauch mit schweren Anhängern noch nicht, die zudem nicht mehr als schlappe 2,5 t (wie mein Multivan, oder max. 2,8 t) wiegen dürfen!
Jetzt traf ich bei meinem zweiten Besuch eines Ökohofs bei Walkenried den Bauern mit seinem neuen Amarok. Und was hatte der nicht zu klagen: Nach ein paar Monaten fast jede 2. Woche eine Woche in der Werkstatt: Undichte Scheiben, undichte Scheinwerfer, die verrosten, Klappererein an der Karosserie, eine gebrochene Blattfeder, Probleme mit einem Turbolader, Undichtigkeiten... Bislang ging alles auf Garantie. Er gibt der Werkstatt noch einen Nachbesserungsversuch, dann arbeitet er auf eine große Wandlung hin.
Da sagte ich ihm und zeigte auf meinen Niva: "Mit dem wären Sie definitiv nicht schlimmer, eher besser dran gewesen" - Kunststück ohne Blattfedern und Turbo

Das Problem beim derzeit noch in Argentinien gefertigten Amarok ist vor allem die nachlässige Verarbeitungsqualität, die an russische Verhältnisse heran kommt. Daher lässt VW den Amarok demnächst in Hannover bauen, angeblich mit einer hubraumerstarkten Motorversion. Das wäre dann wieder was für mich. Oder doch ein Niva- oder ARO-Pickup...
Mischa