Niva Elektro-Umbau

wenn ihr euch vorstellen möchtet um unsere Neugier zu stillen...

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AET
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Re: Niva Elektro-Umbau

Beitrag von AET »

phobia hat geschrieben:
19. Juli 2021, 18:59
Oder wie bei der angekündigten Elektro G Klasse je Rad einen Motor zu verwenden?
Radnabenmotoren haben ein paar Nachteile:
- sie machen die Sache teuer (für Allrad brauchst du 4 Stück)
- es macht den Umbau komplizierter, denn man muss den kompletten Antriebsstrang raus reißen und Umbauen :?
- 4 Motoren heißt auch 4-faches Risiko auf einen Ausfall (und so ein Radnabenmotor ist jetzt kein Billigteil)
- man muss sich passende Motoren suchen, für die man die entsprechend passenden Radführungsteile einbaut (Doppel-Querlenker vorn ist jetzt nicht mehr so üblich bei bestehenden E-Fahrzeugen :roll: ) denn höhere ungefederte Massen am Rad belasten auch die Achsaufhängung stärker.
- und dann musst du den Strom auch noch zu den Rädern bekommen, heißt: mehr und längere Kabel

Für eine Neukonstruktion in Massenfertigung mag das ein schöner Ansatz sein (Vor allem da die Radnabenmotoren grundsätzlich auch Vorteile bringen). Für eine Umrüstung ist das eher ungünstig. omm

Gruß
Rainer
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Beddong
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Re: Niva Elektro-Umbau

Beitrag von Beddong »

Dazu kommt das schon angesprochene Problem, das der E-Motor nicht die eierlegende Wollmilchsau ist wie oft propagiert. Sprich, anfahren mag der nicht...also 4 Getriebe zusätzlich in den Naben + Wasserkühlung!
Anfrage bezüglich Teilen und Umbauten bitte ausschließlich über das Kontaktformular ->BSP<- von meiner Web-Site
Guude, de Andy
Warum einfach wenn´s auch "richtig" geht!
Niva M Euro4 Bj2010 - BSP-Niva - BMW X5 3.0d
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easyrider110
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Re: Niva Elektro-Umbau

Beitrag von easyrider110 »

Lukas, wenn ich dich verschreckt habe, tut mir das Leid. Dann halte ich mich mit meiner Meinung zurück, wir sind auf dein Ergebnis gespannt! :lada:
LG Ole
There's a point at 7,000 RPMs where everything fades. The machine becomes weightless. It disappears. All that's left, a body moving through space, and time.

MPI ;70Mm Laufleistung
Lukas805
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Re: Niva Elektro-Umbau

Beitrag von Lukas805 »

easyrider110 hat geschrieben:
22. Juli 2021, 09:58
Lukas, wenn ich dich verschreckt habe, tut mir das Leid. Dann halte ich mich mit meiner Meinung zurück, wir sind auf dein Ergebnis gespannt! :lada:
Moin, auf gar keine Fall. Ich war nur sehr überrascht wie Aktiv hier die ganze Beteiligung ist. :D
Ich denke ich werde die Tage mal einen geeigneten neuen Thread öffnen wo wir das Thema, besonders die gesammten Technischen Details besser platzieren können.
Vermutlich sollte das als Vorstellung reichen. .,.

Ich bin an einem Austausch sehr Interessiert!

Als kleines Update ich habe vermutlich eine passende Karosse gefunden. Ich schaue sie mir morgen an :ladal:
96 BJ
Tuemmler
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Registriert: 20. Juli 2020, 16:05

Re: Niva Elektro-Umbau

Beitrag von Tuemmler »

Moin Moin,
Beddong hat geschrieben:
20. Juli 2021, 11:36
Dazu kommt das schon angesprochene Problem, das der E-Motor nicht die eierlegende Wollmilchsau ist wie oft propagiert. Sprich, anfahren mag der nicht...also 4 Getriebe zusätzlich in den Naben + Wasserkühlung!
Zielvorstellung:

-Syncronemaschine direkt ans Verteilergetriebe (100 kW 240 Nm)
-Batterie in den Motorraum und unter die Rücksitzbank (Motor, Getriebe und Tank werden nicht mehr benötigt) kapazität und größe werden von der Gewichtsverteilung und realem Platzangebot bestimmt. (Systemspannung 400V)
Das Getriebe wird schon noch benötigt, um die unterschielichsten Beschleunigungen (Regelbetrieb, Gelände) zu übertragen. Und die Systemspnnung von 400V erscheint mir doch recht spekulativ. Rechne bitte einemal Akkus nach dem https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhoffsche_Regeln um.

Einfach wird das Unternehmen nicht. Unabhängig von den Kräften die auf die einzelnen Antriebswellen verteilt werden müssen um die Geländegängigkeit zu erhalten (falls gewünscht, zunächst für den Kraftschluss Motor => Getriebe unabhängig), müsste zwischen Motor und Getriebe eine Turbokupplung hier am Beispiel https://de.wikipedia.org/wiki/Turbogetriebe_(Voith) geschaltet werden, um zum einem den Kraftaufwand des Motors zu begrenzen, zum Anderem ein elastisches Anfahren zu ermöglichen. Dabei ist unahängig wie Stark der E-Motor ist, maßgebend ist, was kann er als Drehmoment übertragen, und wie reagiert er auf die verschiedenen Drehzahländerungen und wie und woher nimmt er seine Leistungen aus dem Akku?.
Ich sage es einmal so, mann muss sich schon Gedanken machen.

Nur einmal so als Beispiel: Während der Landesgartenschau in Eutin haben wir 2 Elektrofähren laufen lassen. In diesem Fall wurde der Antrieb direkt ohne Getriebe auf die E-Motoren geleitet. Daraus folgt, die Drehzahl der Motoren wurde direkt vom Fahrhebel auf die Motoren übertragen.

Im Falle des hier vorgesehen Umbaus ist das so nicht möglich, es bedarf eines "Zwischengetriebes" siehe oben, so die Fahrtüchtigkeit im Gelände erhalten bleiben soll.

Gruß
Lada-Niva 4x4 1700i, Prins LPG, Ez: 13.08.2003,
HSN 9308, TSN 378, VW T4 Multivan Bj.96, 2,5 TDI, 610.000 km
Nichts ist so schlimm, als dass es nicht noch einen Vorteil hätte.
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