Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

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Red Star
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Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Red Star »

Das Problem :
Ein mehr oder weniger langes verschleißintensives Kettenrasseln nach dem Anlassen des Motors, meistens für 1 bis 2 Sekunden.
Es schadet der Steuerkette, den Kettenrädern, dem Kettenberuhiger, dem Spannschuh und dem hydr.Kettenspanner selbst. Durch Überspringen der Kette sind kapitale Motoschäden möglich.

Bisherige Abhilfemaßnahmen:
Geeigneten Ölfilter verwenden, mit wenig Inhalt und guter Rücklaufsperre z.B. OC 606.
Mit einem speziellen Anlaßprozedere das Anspringen des Motors verzögern, z.B. Anlassen mit aktivierter Wegfahrsperre.
Die Verwendung eines besonders geeigneten Motoröls.
Ich selbst konnte eine Verbesserung mit "Hydrostößel-Additiv" erreichen.
Alle diese Maßnahmen entschärfen zwar das Problem ein wenig, beseitigen es jedoch nicht.
Viele Mitglieder der Lada-IG rüsteten deshalb auf einen mechanischen automatischen Kettenspanner zurück. Schade eigentlich.

Der hydraulische Kettenspanner:
Dieser Spanner (ein kleines Wunderwerk der Technik) ist sehr solide und stabil aufgebaut. In einem Stahlgußzylinder bewegt sich ein Kolben, der durch Öldruck den Spannschuh gegen die Kette drückt. Damit der Kolben nicht zurückgedrückt werden kann, ist in die Ölzuführung des Zylinders ein Rückschlagventil eingebaut.Bild Dadurch kann das Öl nur noch durch den engen Ringspalt zwischen Kolben und Zylinder entweichen. Je nach Zustand des Spanners dauert das mehreren Stunden oder auch nur wenige Minuten. Das ist aber zunächst noch kein Problem. Das Rückschlagventil bezieht das Öl aus dem tiefstgelegenen Punkt einer Entlüfterkammer, um zu vermeiden, daß Luft in den Arbeitszylinder gedrückt wird (Im Werkstatthandbuch wird die Entlüfterkammer "Reserve-Raum" genannt). Ganz oben in der Entlüfterkammer befindet sich eine Entlüfterbohrung Durchmesser 1 mm, durch die etwaig vorhandene Luft entweichen kann. Evtl. dient diese Bohrung auch noch zusätzlich der Druckbegrenzung.

Und nun kommt das Drama:
In der Entlüfterbohrung befindet sich kein Rückschlagventil. Dadurch wird sie nach dem Abstellen des Motors zur Belüfterbohrung. Statt des Öldrucks bildet nun die Ölsäule in den vertikalen Ölkanälen des Motors einen Unterdruck, der begierig Luft durch die Bohrung zieht. Die Entlüfterkammer fällt trocken, es folgt die lange Ölleitung, die bis zum Öldruckgeber reicht und schließlich auch die Kanäle innerhalb des Motors. Dieser verhängnisvolle Vorgang kann sich sehr schnell vollziehen, nämlich dann, wenn die Kurbelwelle eine bestimmte seltene Position eingenommen hat, bei der die Spritzlöcher für die Kolben und Zylinderschmierung bedient werden. Innerhalb einer knappen Stunde ist dann die Hydraulik komplett trockengefallen. Meistens dauert es aber mehrere Stunden.
Wird der Motor nun angelassen, füllt die Ölpumpe die Kanäle im Motor bis zu den internen Schmierstellen, dann die lange Leitung bis zum Kettenspanner und schließlich die Entlüfterkammer im Spanner, dabei wird die Luft aus der Bohrung gedrückt. Erst jetzt steigt der Druck in der Entlüfterkammer so an, daß Öl für den Arbeitszylinder zu Verfügung steht (die berühmten 2 Rasselsekunden). Ist der Spanner in einem guten Zustand und seit dem letzten Betrieb noch nicht viel Zeit vergangen, so ist der Arbeitszylinder noch ausreichend gefüllt und das gefürchtete "Rasseln" bleibt aus.
Das heißt, je länger die Betriebspause und je verschlissener der Spanner, desto häufiger kommt es zum "Rasseln", und jedes "Rasseln" verschleißt den Spanner weiter - ein Teufelskreis.

Die Lösung:
Man verhindert das Eindringen von Luft mit Hilfe eines Rückschlagventiles. Die Ölfüllung in der Entlüfterkammer sowie in der Zuleitung bleiben erhalten. Der Öldruck steht dem Arbeitskolben fast unverzögert zur Verfügung. Das Rasseln mit seinen verheerenden Folgen bleibt aus und dem hydraulischen Kettenspanner ist eine fast unbegrenzte Lebensdauer beschieden.

Rückschlagventile:
Auf dem Markt (Internet) findet sich ein riesiges Angebot von Rückschlagventilen aller Art. Hier hat man die Qual der Wahl. Bei meinem Lada 4x4 befindet sich eine "Öse" am Ende der Ölleitung, durch die eine Hohlschraube gesteckt und in den Spanner eingeschraubt ist. Ideal wäre es nun, wenn es eine Hohlschraube gäbe, in der ein Rückschlagventil eingebaut ist. - Und ja, es gibt sie! Allerdings nur einmal und in einer einzigen Ausführung.

Das Produkt:
Hohlschraube mit Rückschlagventil M 14 x 1,5 x 27,4
für 1er, 3er, 5er, 6er, X1, Z4, Z8 und Mini.
Teilenummer (32416781261) Preis 15,49 €
gesehen bei Lechmann24.de

Auf der Seite fand ich ein Hydraulik-Schema augenscheinlich für eine Servolenkung, in diesem glaubte ich die Schraube unter Positionsnummer 6 gefunden zu haben. Sie scheint den Druckschlauch mit dem Öl-Eingang des Servo-Lenkgetriebes zu verbinden. Warum die Schraube dort verwendet wird ist mir nicht ganz verständlich. Vielleicht soll sie, wenn der Schlauch platzt, ein Auslaufen des Lenkgetriebes verhindern. Vielleicht ist ein B M W - Spezialist unter uns, der es genauer weiß. An hand dieses Schemas gehe ich davon aus, daß das Öl an den radialangeordneten Löchern unter dem Schraubenkopf eintritt und am Gewindeende die Schraube verläßt. Bei dieser Durchlassrichtung ist die Montage am Kettenspanner angezeigt siehe unten. Sollte wider Erwarten die Durchflußrichtung anders herum sein, ist die Schraube am Anfang der langen Leitung zu montieren (nähe Öldruckschalter). In diesem Fall würde ich gleich 2 Schrauben bestellen und die 2.Schraube an der Ölversorgungsleitung für die Hydro-Stößel montieren.

Montage:
Voraussetzung die Schraube passt in den Abmessungen und in der Funktion, insbesondere die Durchflußrichtung.
1.Klammern am Luftfilter öffnen.
2.Stecker am Luftmassenmesser abziehen.
3.Schlauchschelle am Drosselklappengehäuse lösen.
4.Luftfilterdeckel,Luftmassenmesser und Schlauchverbindung als eine Einheit beiseitelegen.
5.Hohlschraube am Spanner heraudrehen und darauf achten, daß die Dichtringe am Platz bleiben oder neue Ringe verwenden.
6.Die neue Hohlschraube mit integriertem Ventil einschrauben. Vorsichtig anziehen, sie reißen leicht ab!
7.Demontierte Einheit einbauen, Schlauchschelle anziehen, Luftfiltergehäuse schließen, Kabel am Luftmassenmesser aufstecken.

Es ist ein Experiment
Wer ist schneller als ich ?


Test:
1.Motor anlassen. Das Rasseln sollte nicht viel länger dauern als sonst, danach sollter der Motor ruhig laufen.
Rasselt es wesentlich länger oder gar permanent, ist der Motor unverzüglich abzustellen und auf Schäden zu untersuchen.
Das Experiment wäre dann fehlgeschlagen.
2.Dichtigkeit zwischen Spanner, Schraube und Rohr-Öse prüfen. Ggf.vorsichtig nachziehen.
3.Nach längerer Standzeit Motor starten und prüfen ob das Startrasseln behoben ist.
Wenn es funktioniert ist das sicher der "Königsweg".
Zuletzt geändert von Red Star am 23. Mai 2021, 22:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Pilz
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Pilz »

Was stört dich an der Rückrüstung auf den mechanischen Spanner wenn du die Rückrüstung als "schade" bezeichnest?

Grüsse
Stefan
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michaniva
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von michaniva »

Bei mir hat ein Rückschlagventil auf Dauer nix gebracht, war wohl mehr Zufall
viewtopic.php?p=221241#p221241

Grüße Micha
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fiorino
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von fiorino »

Derlei Gedankengänge kenn ich zu gut... als ehemaliger Skeptiker fahre ich jetzt seit über 50.000km mit dem mechanischen Spanner, und er funktioniert tadellos - daher bin heute froh damals keine weitere Mühe in den Gedanken eines Rückschlagventils eingebracht zu haben :thump_up:
Flo
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Ich hab doch nichts zu verbergen! Oder doch?
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Red Star
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Red Star »

Pilz hat geschrieben:
6. Mai 2021, 18:51
Was stört dich an der Rückrüstung auf den mechanischen Spanner wenn du die Rückrüstung als "schade" bezeichnest?

Grüsse
Stefan
Hallo Stefan,
es kommt darauf an, von welchem mechanischen Spanner wir reden. Der händisch nachzustellende mechanische Spanner ist sehr stabil aufgebaut. Der automatisch nachstellende mechanische Spanner erscheint mir wie eine Leichtbau-Konstruktion. Das kurze Gehäuse bietet dem dünnen Stößel nur wenig Einstand (Führung). Die Vorstellung daß sich im Inneren ein Ratschenmechanismus befindet, also eine kleine Sägezahnschiene, in die eine winzige Sperrklinke eingreift, besorgt mich sehr.

@"Thomas Schlosser" 31.August 2020 . . . . habe kleine Metallspäne an den Rasten gefunden . . .

@"kauknochen" 21.September 2020
Beim Demontieren des seit 30.000 Km (Fzg. hat ~32.500 Km Gesamtfahrleistung) eingebauten mechanischen Kettenspanners wurde dieser in der Endlage nicht unter Spannung gehalten und das Zurückschieben in Grundstellung war ohne großen Kraftaufwand möglich. Die Feder kann also auch einer Ermüdung unterliegen und sollte ggf. regelmäßig geprüft werden.


Diese "Uhrmachertechnik" soll dann den oszillierenden und nicht unerheblichen Kräften auf Dauer standhalten ?
Für mich ist der automatische, mechanische Spanner nur eine Notlösung, also eine zerbrechliche Krücke.

@"Karsten-65" 21.September 2020
Also am Besten als "Wartungsteil" behandeln und alle 20.-25.000 wechseln . . . kost ja nix. . . .

Deshalb habe ich zum hydraulischen Kettenspanner mehr Vertrauen

Mit bestem Gruß
Andreas


Nachtrag
Es freut mich sehr für @ "fiorino", daß er mit seiner Umrüstung so zufrieden ist. Er hatte sich schon am 1.Dezember 2018 mit dem Einsatz eines Rückschlagventiles befaßt. Leider fand er damals kein entsprechendes Ventil-Angebot.

Am 2. Dezember hat @ "michanavia" von einem erfolgreichen experimentellen Einbau eines Rückschlagventiles berichten können. Dieser hervorragende mit Bildern dokumentierte Bericht war sehr aufschlußreich und Motivation für mich. Nach Einbau des R-Ventiles war das Startrasseln weg und er konnte 8000 km fahren. Mit einer so hohen km-Leistung hätte ich nie gerechnet, denn der Versuchseinbau war nicht besonders schwingungsresistent. Es drohte sicher ein Rohrbruch durch Materialermüdung. Nachdem der Kettenberuhiger brach, rüstte er auf das mechanische System um. Dadurch blieb der Rohrbruch aus und das ist gut so. Die Havarie des Kettenspann-Systems nach 8000 km führe ich nicht auf den Einsatz des Ventiles zurück. Vielmehr habe ich vorgeschädigte Teile des Kettenspann-Systems in Verdacht. - - Und weil es schon vorher rasselte, wird mein Verdacht auch zutreffend sein.
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fiorino
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von fiorino »

Red Star hat geschrieben:
7. Mai 2021, 16:10
Nachtrag
Es freut mich sehr für @ "fiorino", daß er mit seiner Umrüstung so zufrieden ist. Er hatte sich schon am 1.Dezember 2018 mit dem Einsatz eines Rückschlagventiles befaßt. Leider fand er damals kein entsprechendes Ventil-Angebot.
Richtig... Erste Alpträume über gelängte Steuerketten, zerbröselte Gleitschienen und mit Kunststoffabrieb verstopfte Ölkanäle und das wie und warum eines hydraulischen Spanners kamen aber schon 2017 _..,

Letztlich bin ich dann wegen akutem "Kettenrasseln" auf die übliche russische Standard-zubehör-Ware umgestiegen (also nicht der händisch nachzustellende der 1600er Vergasermotoren). Und ja, genau der läuft für mich absolut unauffällig... käme Stand heute nicht mehr auf die Idee was hydraulisches zurückzubauen :thump_up:

Letzlich ist der Hydro-Spanner drin, weil die einreihigen Steuerketten (Kostenersparniss) empfindlich auf Überspannung reagieren - anders als die "alten" zweireihigen, aber teuren Steuerketten. Deswegen durften/konnten die auch händisch nachgespannt werden.

Aber: Dieses Problem haben auch viele "Premium" Marken... Daher bin froh, das es für den Lada wenigstes eine einfache Lösung gibt die auch dauerfest ist.
Flo
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michaniva
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von michaniva »

Red Star hat geschrieben:
7. Mai 2021, 16:10


Am 2. Dezember hat @ "michanavia" von einem erfolgreichen experimentellen Einbau eines Rückschlagventiles berichten können. Dieser hervorragende mit Bildern dokumentierte Bericht war sehr aufschlußreich und Motivation für mich. Nach Einbau des R-Ventiles war das Startrasseln weg und er konnte 8000 km fahren. Mit einer so hohen km-Leistung hätte ich nie gerechnet, denn der Versuchseinbau war nicht besonders schwingungsresistent. Es drohte sicher ein Rohrbruch durch Materialermüdung. Nachdem der Kettenberuhiger brach, rüstte er auf das mechanische System um. Dadurch blieb der Rohrbruch aus und das ist gut so. Die Havarie des Kettenspann-Systems nach 8000 km führe ich nicht auf den Einsatz des Ventiles zurück. Vielmehr habe ich vorgeschädigte Teile des Kettenspann-Systems in Verdacht. - - Und weil es schon vorher rasselte, wird mein Verdacht auch zutreffend sein.
Das ist fast schon "Schnee" von gestern.
Mittlerweile ist die gute alte Duplexkette, Ventilstößel zum Einstellen, Spannerschuh mit Kettenrad und eben der automatisch mechanische Spanner verbaut. Habe gerade mal nachgeschaut, der Umbau ist jetzt ein Jahr her, 20000km gelaufen, keine Probleme,Geräusche oder sonst was, einfach top :lada:

Den automatisch mechanischen Spanner gibt es übrigens als original Lada Ersatzteil und er wurde sogar serienmäßig im
Sondermodell Chevrolet Niva Trophy verbaut http://www.off-road-drive.ru/archive/15 ... ya_tehnika

Wenn man sich auch mal die Beiträge hier und im Netz über zerbröselte Kettenberuhiger und übergesprungene Steuerketten anschaut, dann sind die paar vereinzelten Beiträge über kaputte mechanisch automatische Spanner fast nicht der Rede wert.
Eine regelmäßige Überprüfung der Komponenten ist aber trotzdem wichtig, der Niva ist und bleibt ein "Billigauto", auch wenn die Preise in Westeuropa heutzutage was anderes vorgaukeln.

Grüße Micha
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fiorino
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von fiorino »

@micha: Wie so oft... viel Staub um... nichts - läuft :D
Flo
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Red Star
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Red Star »

Ich beabsichtige zur Zeit die Ölversorgung des Kettenspanners zu optimieren. Für den Austausch der Hohlschraube, mit der die Öl-Leitung am Spanner befestigt ist, benötige ich deren Maße. Trotz intensiver Suche in der Ersatzteilliste, konnte ich die Maße dieser Hohlschraube nicht ermitteln. Daher bitte ich einen Forumteilnehmer, der die Leitung entfernt hat, mir die Maße der Hohlschraube mitzuteilen ( M ?? x ?,? x ??,? ). Vielleicht hat jemand diese Hydraulikteile vorsorglich aufbewahrt und kann nachmessen.
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Pilz
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Pilz »

Ich hoffe das ist auf den Bildern gut zu erkennen...
20210516_184904.jpg
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20210516_184937.jpg (46.53 KiB) 539 mal betrachtet
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20210516_185306.jpg (44.75 KiB) 539 mal betrachtet
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Grüsse
Stefan
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Red Star »

Vielen lieben Dank, Stefan, für Deine Mühe. Die Schraube passt, ich werde sie bestellen. Die Vorfreude ist groß !
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Red Star »

Die Vorfreude war groß - - aber nun ist die M 14-Ventilschraube eingetroffen und passt nicht. Kann es sein, Stefan, daß die von Dir vermessene Schraube am Anfang der Öl-Leitung ihren Platz hatte oder gar zu einem "Fremdeisen" gehörte ? In den hydraulischen Spanner lassen sich nur M 10-Schrauben eindrehen und am Anfang der Leitung kann ich sie wegen der Durchflussrichtung nicht einsetzen.
Ich bin weiterhin an den Längenmaßen der Hohlschraube am Spanner interessiert, den Durchmesser weiß ich ich ja inzwischen.
Auch alle Maße der Schraube am anderen Ende der Leitung sind für mich interessant, falls es sich um die Messung eines "Fremdeisens" gehandelt hat.
Mit bestem Gruß
Andreas
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Pilz
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Pilz »

:( sorry Andreas,
ich hab mich wohl von den von dir erwähnten M14 verleiten lassen. Die M14 Hohlschraube ist die am Anfang der Druckleitung.

Die Bilder zu der M10 Schraube kann ich aber trotzdem liefern. Es sind 8 Gewindegänge auf 10mm.
20210516_190019-scaled.jpg
20210516_190019-scaled.jpg (43.69 KiB) 363 mal betrachtet
20210516_185955-scaled.jpg
20210516_185955-scaled.jpg (44.03 KiB) 363 mal betrachtet
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20210516_185821-scaled.jpg (34.77 KiB) 363 mal betrachtet
20210516_185710-scaled.jpg
20210516_185710-scaled.jpg (41.25 KiB) 363 mal betrachtet
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20210516_185638-scaled.jpg (34.81 KiB) 363 mal betrachtet

Grüsse
Stefan
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Guntram
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Guntram »

Kauf dir eine Gewindelehre/Steigungslehre und das Raten hat ein Ende.

Gruß Guntram
Lada Taiga Bj.2017,Zavoli Gasanlage, Standheizung, große Getriebeölwanne, Trailmaster Fahrwerk
Chevy G 20 Starcraft Bj.95 verkauft
RAM 1500 Bj.2020,Honda GL 1500 Bj.97
Frickas
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Re: Kettenspanner (hydraulisch), ein neuer Lösungsansatz für ein altes Problem

Beitrag von Frickas »

Red Star hat geschrieben:
6. Mai 2021, 17:37
Das Problem :
Ein mehr oder weniger langes verschleißintensives Kettenrasseln nach dem Anlassen des Motors, meistens für 1 bis 2 Sekunden.
Es schadet der Steuerkette, den Kettenrädern, dem Kettenberuhiger, dem Spannschuh und dem hydr.Kettenspanner selbst. Durch Überspringen der Kette sind kapitale Motoschäden möglich.

und das sieht dann so aus, das Auto ist 3 Jahre alt!
Dateianhänge
Kettenspanner3.jpg
Kettenspanner3.jpg (79.29 KiB) 155 mal betrachtet
Kettenspanner2.jpg
Kettenspanner2.jpg (85.42 KiB) 155 mal betrachtet
Kettenspanner1.jpg
Kettenspanner1.jpg (94.32 KiB) 155 mal betrachtet
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